Jürgen Klopp hat in den vergangenen Tagen und Wochen für viele Schlagzeilen gesorgt. Erst die Debatte um Bundestrainer Julian Nagelsmann und das Wörtchen „noch“, welches Klopp anschließend als das Unwort des Jahres deklarierte, dann die Entlassung von Ole Werner bei RB Leipzig, an der der Head of Soccer von Red Bull einen großen Anteil gehabt haben soll.

Die TV-Experten Mario Basler und Stefan Effenberg nahmen Klopp im FIROCKX.ONE WM Doppelpass ins Visier und kritisierten gerade dessen Zutun in der Werner-Causa. „Was Jürgen Klopp mit Ole Werner macht, ist wie eine Marionette. Wenn irgendeiner im Verein keine Lust mehr auf das Gesicht des Trainers hat, schmeißen die den raus“, erklärte Basler.

Im Visier zahlreicher TV-Experten: Jürgen Klopp
Im Visier zahlreicher TV-Experten: Jürgen KloppIm Visier zahlreicher TV-Experten: Jürgen Klopp© IMAGO/Kirchner-Media

Effenberg schlug in die gleiche Kerbe und befand: „Ole Werner erfüllt sich jetzt diesen Traum, mit seinem Verein in der Champions League zu spielen, und diese Chance wird ihm genommen. Einfach mal so wegrasiert, ohne Schaum. Das ist schon hart.“

So will Basler die Trainer schützen

Gerade aus sportlicher Sicht sei Werners Entlassung nicht nachvollziehbar. Immerhin führte der Ex-RB-Übungsleiter eine junge Mannschaft in die Champions League – das Saisonziel wurde also erfüllt.

„Am Schluss wurde er Dritter mit dieser Mannschaft. Das, was er geleistet hat, steht null im Zusammenhang mit dem, dass er jetzt entlassen wird“, kritisiert Effenberg das Vorgehen der Leipziger Führungsetage um Jürgen Klopp, der derzeit die WM als TV-Experte begleitet.

Geht es nach Basler, werden Trainer generell zu häufig zum Sündenbock gemacht. „Deswegen sollte jeder Trainer, wenn er rausgeschmissen wird, 20 Millionen Abfindung bekommen. Weil der Trainer ist nur noch das Arschloch und der Spielball von einem“, sagte der Europameister von 1996.

So ist Basler der Ansicht, dass der Trainer derjenige mit dem größten Verdienst im Verein sein sollte, denn „dann würden sich die Vereine auch nicht mehr so leicht tun, ihre Trainer rauszuschmeißen.“