Lennart Karl hat seine erste Profi-Saison beim FC Bayern erfolgreich bestritten und auf Anhieb tiefe Fußspuren hinterlassen. Der erst 18-Jährige bestritt 40 Pflichtspiele unter Trainer Vincent Kompany und verzeichnete dabei neun Tore und acht Vorlagen. Kein Wunder, dass die Aufmerksamkeit und der Druck auf den Offensivspieler sehr hoch waren, wie er nun selbst betonte.
„Als die ersten Tore kamen, die ersten Vorlagen, wurde die Öffentlichkeit präsenter – das spürt man einfach“, sagte Karl dem Magazin 51 des Rekordmeisters aus München: „Und zu Beginn der Rückrunde hatte ich eine Phase, in der ich acht Spiele kein Tor gemacht habe. Da habe ich gemerkt, wie genau man beobachtet wird, dass jede Aktion plötzlich mehr Gewicht hat. Langsam ist da schon ein gewisser Druck entstanden. Aber ich kann damit umgehen.“
Vor allem Kompany habe ihm geholfen, lobte der Youngster und nannte ein treffendes Beispiel: „Gegen Hoffenheim ist mir mal ein Übersteiger misslungen, dafür gab es direkt Spott in den sozialen Netzwerken. Aber das hat mich nicht groß irritiert, und danach habe ich ja gleich wieder Leistung gezeigt. Es tut gut, wenn der Coach sagt, dass Offensivspieler ihren Stil zeigen und Dinge ausprobieren sollen.“
FC Bayern: Karl fliegt mit zur WM
Karls hervorragende Debütsaison wurde nun prompt belohnt. Der Teenager wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Kader der deutschen Nationalmannschaft für die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko berufen.
Bislang absolvierte Karl drei Länderspiele und stand zuletzt beim deutlichen 4:0-Testspielerfolg gegen Finnland erstmals in der Startelf.
Mit dem Team von Nagelsmann trifft Karl beim Turnierauftakt am 14. Juni in Houston zunächst auf Underdog Curacao. Danach geht es in Gruppe E noch gegen die Elfenbeinküste (20. Juni/Toronto) und Ecuador (25. Juni/East Rutherford).