Pierre Littbarski, Ex-Co- und Interimstrainer des VfL Wolfsburg sowie Weltmeister von 1990, ist mit dem Werksklub nach dem erstmaligen Bundesliga-Abstieg hart ins Gericht gegangen.
Dabei sprach der 66-Jährige gegenüber ran den Verantwortlichen um Cheftrainer Dieter Hecking in aller Deutlichkeit die nötige Qualität ab: „Ich habe ja schon im März gesagt: Hecking kann das ja auch gar nicht, weil er es schon in Bochum nicht geschafft hat. Er ist kein Feuerwehrmann.“
Einen Lösungsvorschlag hatte Littbarski in Retrospektive ebenfalls parat: „Die hätten sich besser Friedhelm Funkel geholt, dann wären sie noch in der 1. Liga“, schoss Littbarski im Interview mit ran gegen Dieter Hecking und die Verantwortlichen der Wölfe.
Hecking bald VfL-Geschäftsführer?
Darüber, dass momentan eine Weiterbeschäftigung von Dieter Hecking, gar als Geschäftsführer, im Raum stände, konnte Littbarski wortgetreu „nur lachen. Es hat ja in Nürnberg schon nicht mit ihm geklappt. Und jetzt will man ihn wieder installieren?“
„Ich weiß nicht, was die Beweggründe sind“, meinte der 66-Jährige, um dann im selben Zug zu spekulieren: „Vielleicht kennen sich Diego Benaglio (Mitglied des Aufsichtsrates, Anm. d. Red.) und Hecking gut, vielleicht ist es auch, weil Dieter so nett ist. Aber ich glaube, es ist ein rigoroser Neuanfang angebracht.“
Für Littbarski, der zwischen 2010 und 2018 bei den Niedersachsen aktiv war, unter anderem auch als Chefscout und Klub-Repräsentant, hätte der Gang ins Unterhaus niemals passieren dürfen: „Wenn du so teure Spieler hast, dann musst du im ersten Spiel einfach etwas anderes zeigen. Wolfsburg hat es seit Wochen nicht hinbekommen, den Negativtrend zu stoppen.“
Mitleid hat Littbarski derweil mit den VfL-Anhängern: „Für die Fans tut es mir extrem leid. Die waren so perplex, dass sie sich nicht einmal mehr richtig aufgeregt haben.“