Nach der Trennung von Sportdirektor Sebastian Kehl sucht Borussia Dortmund einen Nachfolger. Am Sonntagabend hat Lothar Matthäus in diesem Zusammenhang über Markus Krösche, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, gesprochen und dabei auch Max Eberl und den FC Bayern ins Spiel gebracht.
„Es wäre schon ein Schritt nach oben“, erklärte Matthäus in der Sendung „Sky90 – die Fußballdebatte“ mit Blick auf Krösche als möglichen Kehl-Nachfolger. Der Rekordnationalspieler schob aber hinterher: „Nicht ganz nach oben – da steht nämlich der FC Bayern.“ Was Matthäus zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte, ist die Tatsache, dass sich der BVB mittlerweile für Nils-Ole Book als Nachfolger von Kehl entschieden hat.
Der 65-Jährige gab zu bedenken, dass die Münchner mit Sportvorstand Max Eberl noch nicht verlängert haben. „Also könnte man auch vermuten: Warum lässt sich der FC Bayern so lange Zeit?“, meinte Matthäus. „Wenn man mit Max Eberl zufrieden ist, dann könnte man eigentlich auch verlängern.“
Warum der Rekordmeister noch nicht mit Eberl verlängert hat, ist jedoch keine Frage der Zufriedenheit, sondern des Aktienrechts. Demnach, so verdeutlichte es Ehrenpräsident Uli Hoeneß im Februar im Gespräch mit der Bild, dürften die Bayern „vor dem 1. Juli – also ein Jahr vor Vertragsende – nicht darüber entscheiden“. Eberls Vertrag gilt derzeit bis Juni 2027.
Krösche zum FC Bayern? „Wäre ein noch größerer Schritt“
Mit Blick auf den Frankfurter Kaderplaner verdeutlichte Matthäus: Auch der FC Bayern habe „vor eineinhalb, zwei Jahren ein Auge“ auf Krösche geworfen. „Das wäre ein noch größerer Schritt nach oben.“
Der BVB hatte am Sonntagmittag die sofortige Trennung von Sportdirektor Sebastian Kehl verkündet. Derweil wurde Eintracht-Boss Krösche, der in Frankfurt seit 2021 überzeugende Arbeit leistet, jüngst mit den Schwarz-Gelben in Verbindung gebracht, auch weil er Dortmund-Coach Niko Kovac bei einem Abendessen getroffen hatte.
Für Matthäus steht fest: „Natürlich passt Markus Krösche zu Eintracht Frankfurt. Aber wie gesagt: Bei Sebastian Kehl hat man auch gemeint, er sei mit Borussia Dortmund verwurzelt – und dann kam doch irgendwann die Entscheidung, getrennte Wege zu gehen. So kann es bei jedem Verein passieren.“
Übereinstimmenden Berichten zufolge gilt Nils-Ole Book derzeit als heißer Kandidat auf die Kehl-Nachfolge beim BVB. Der 40-Jährige ist seit 2023 als Sportvorstand bei der SV Elversberg tätig.