Als Harry Kane am 21. August 2023 beim FC Bayern unterschrieb, ruhten große Hoffnungen auf dem Engländer. Bisher hat der Stürmer diese jedoch noch einmal übertroffen. Auf einer Veranstaltung der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt am Main jubelte zuletzt Ehrenpräsident Uli Hoeneß über den 100-Millionen-Mann: „Heute würde ich ihn für 150 Millionen kaufen.“ Doch wie sieht die Zukunft des Angreifers aus?
Im Interview mit dem Kicker machte Hoeneß nun klar, dass er unbedingt mit Kane verlängern will. „Das wäre ein Traum. Er hat seine Ausstiegsklausel nicht wahrgenommen, das heißt schonmal, dass er auf jeden Fall bis Sommer 2027 hier unter Vertrag ist.“
Wie lange bleibt Harry Kane noch beim FC Bayern?
Aber ist das realistisch, dass es danach weitergeht? „Was ich höre und spüre: dass er und seine Familie sich hier extrem wohlfühlen. Aber man weiß nie, wenn ein Saudi kommt und das dicke Geld auf den Tisch legt … Aber er fühlt sich so wohl“, berichtete Hoeneß.
Neben seinen Stärken auf dem Platz schwärmt Hoeneß vor allem von den charakterlichen Eigenschaften des 32-Jährigen. „Ein Vorbild für unsere jungen Spieler, in der Kabine schauen die Jungs zu ihm auf. Wir können nur stolz sein, dass wir den in unseren Reihen haben.“
Kane? „Harry ist 250 Millionen wert“
Deshalb befand Hoeneß auch noch einmal, dass die rund 100 Millionen Euro Ablöse, die an Tottenham flossen, gut angelegt waren.
„Der Harry hatte davor bei Tottenham gar nicht so gut gespielt. Das war schon ein gewisses Risiko. Aber er hat die letzten Jahre hier unglaublich gespielt. Wenn wir das Preis-Leistungs-Verhältnis in Betracht ziehen, sind die 150 Millionen … Schauen Sie mal, der Alexander Isak von Liverpool, der hat 150 Millionen Euro gekostet. Wenn der 150 wert ist, ist Harry 250 Millionen Euro wert.“
Kein Wunder, dass der Klubpatron zu dieser Einschätzung kommt. Immerhin kommt der Engländer in 136 Pflichtspielen für den FC Bayern auf 133 Treffer und 31 Vorlagen.
Hoeneß über Kane: „Das hat er hier gelernt“
Zudem sei Kane beim Rekordmeisters zum kompletten Stürmer gereift und habe auch als Spielmacher ein neues Level erreicht. „Das hat er hier gelernt. Der war immer in der Box“, erklärte Hoeneß.
Der Klubpatron betont: „Dieses läuferische Element hat er unter dem Vincent Kompany entdeckt. Er ist bei jeder Standardsituation mit in der eigenen Box. Und die Pässe! Der spielt ja aus dem Stand 70-Meter-Pässe auf den Olise, das ist ein Wahnsinn.“