Der Poker um die Zukunft von Bayern-Star Joshua Kimmich fand zuletzt eine überraschende Wendung: Die Bayern haben das Angebot an den 30-Jährigen zurückgezogen.

Diese Reaktion auf die Unentschlossenheit von Kimmich sei „legitim“ und das „richtige Signal“, stellte nun der ehemalige Bayern-Star Markus Babbel im Talk mit der Schweizer Zeitung Blick klar.

Der Vertragspoker um Kimmich zieht sich nun schon seit Monaten
Der Vertragspoker um Kimmich zieht sich nun schon seit MonatenDer Vertragspoker um Kimmich zieht sich nun schon seit Monaten

Babbels Vermutung: Kimmich habe sich „ungerecht behandelt gefühlt“ und deshalb bisher noch keine finale Entscheidung getroffen. Der ehemalige Verteidiger verwies dabei auf Kimmichs Verhalten während der Corona-Pandemie, als er sich zunächst nicht impfen ließ und dabei „nicht mit fairen Mitteln gespielt hat“, wie Babbel betonte.

Zudem habe er „zwei Jahre lang nicht gut Fußball gespielt“. Die klare Einschätzung des 52-Jährigen: „Er hat nicht das gespielt, was er muss auf seiner Position. Er wurde deswegen kritisiert und hat sich vom Verein nicht wertgeschätzt gefühlt.“ Durch seine jüngst starken Leistungen stünden beim FC Bayern dennoch alle Signale auf „pro Kimmich“.

Kimmich lag „Bombenvertrag“ vor

Babbel rechnet mit einer zeitnahen Entscheidung des Bayern-Stars, nimmt diesen allerdings in die Pflicht: „Entweder ich will da bleiben, dann brauche ich aber auch kein halbes Jahr, sondern spreche mit meiner Familie und treffe dann eine Entscheidung. Oder ich sage: ‚Ich will noch einmal etwas anderes erleben.‘“

Ein Abgang wäre „schade“, erklärte Babbel, machte aber deutlich: „Wenn einer glaubt, er sei größer oder wichtiger als der Verein, dann täuscht er sich. Der FC Bayern wird weiter existieren.“ Zudem verdiene Kimmich „nicht 3,50 Euro, sondern da war ein Bombenvertrag auf dem Tisch“.

Kimmichs Optionen auf dem Markt sind begrenzt. Die Bayern-Bosse drängen auf eine zeitnahe Entscheidung, um Planungssicherheit für die kommende Saison zu haben.