Legende Lothar Matthäus sieht bei der aktuellen Krise des FC Bayern auch die Bosse in der Verantwortung.
„Sorgen muss nicht ich mir machen, Sorgen müssen sich die Verantwortlichen des FC Bayern machen“, stellte der Sky-Experte am Samstagabend klar.
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Matthäus forderte die Verantwortlichen auf, sich zu hinterfragen. „Was war mit den Neuzugängen? Hat man die falschen Spieler gehen lassen, hätte man sie halten müssen? Hat man mit dem Trainer die gleiche Linie und den gleichen Weg?“
Bayern? “In keinem Wettbewerb mehr Favorit“
Der Rekordnationalspieler befand, es stimme „vieles nicht“ und hinterfragte auch das Verhältnis der Bayern-Profis zu Cheftrainer Thomas Tuchel.
„Stehen die Spieler zu hundert Prozent hinter dem Trainer? Der Trainer hat immer wieder mal den ein oder anderen Spieler links liegen lassen und vielleicht nicht immer die Unterstützung gegeben, die der Spieler will oder gerne sehen möchte“, nicht zuletzt bei Matthijs de Ligt, auch wenn Tuchel von einem gleichberechtigten Kampf „um die Plätze“ sprach.
Ob die Tuchel-Ära beim FC Bayern Zukunft habe? Matthäus meint dazu: „Es sind viele Dinge passiert. Es sind jetzt noch zwei bis drei Monate zu spielen. Man hat die Chance in der Champions League weiterzukommen – trotz der Niederlage bei Lazio Rom. Wenn sie morgen gewinnen, sind es fünf Punkte (Rückstand in der Liga auf Leverkusen, Anm. d. Red.).“
Der deutsche Rekordmeister ist im Kampf um die Meisterschale also auf Schützenhilfe angewiesen. „Sie sind in keinem Wettbewerb mehr Favorit. Und das ist eine neue Situation für den FC Bayern“, stellt der Ex-Profi der Münchner fest.