Miroslav Klose ist einer der erfolgreichsten Torschützen der deutschen Fußballgeschichte und mit 16 Treffern WM-Rekordtorschütze. Dennoch bringt Bayern-Superstar Harry Kane den 45-Jährigen ins Staunen.

„Ich habe bei Harry ja mindestens 20 bis 25 Tore prognostiziert: Das war sogar noch zu tiefgestapelt“, erklärt Klose im Interview mit der SportBild. Besonders beeindruckt zeigt sich der Ex-Bayern-Profi von der Schusstechnik von Kane, der in bei seinen ersten 27 Pflichtspielen für den FCB 28 Treffer erzielen konnte und acht weitere vorbereitete.

„Wenn ich davon nur fünf Prozent gehabt hätte, dann stünde ich wahrscheinlich bei 30 WM-Toren“, vermutet Klose mit einem Lachen und vergleicht die Technik des Engländers mit der eines Tennisspielers.

„Was der Tennisspieler mit seinem Handgelenk macht, das macht Harry Kane mit dem Fuß und Sprunggelenk“, meint Klose und erklärte, dass die Abschlüsse trotz gleicher Körperhaltung so für Torhüter unberechenbar seien: „Das ist faszinierend.“

Müller? „Er ist ein Diamant für den Klub“

Schwieriger sieht die Situation zunehmend für Routinier Thomas Müller aus, der kürzlichen seinen 500. Pflichtspielsieg mit dem FCB feierte, in der laufenden Saison allerdings nur achtmal in der Bundesliga-Startelf der Bayern stand.

„Wenn er auf dem Feld steht, fühlt es sich aber gut an. Er nimmt seine Kollegen mit“, sagte der Weltmeister von 2014, ungeachtet der geringeren Einsatzzeiten.

Daher sei eine Vertragsverlängerung die richtige Entscheidung gewesen. Vor allem die Übersicht von Müller, seine Führungsqualitäten und seine Persönlichkeit seien von enormer Bedeutung für den Rekordmeister.

„Thomas haut intern auf den Tisch, wenn ihm etwas nicht gefällt“, führte Klose weiter aus. Zwar würde man dies im ersten Moment vielleicht nicht vermuten, aber auch deshalb steht für Klose fest: „Er ist für den FC Bayern Gold wert. Wobei: Gold ist eigentlich zu wenig! Er ist ein Diamant für den Klub.“