Bayern-Star Bouna Sarr muss am 18. Januar vor Gericht erscheinen. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung! Das bestätigte der Sprecher des Amtsgerichts Landshut der Bild.
Seinen Ursprung hat das Verfahren in einer Zollkontrolle aus dem Oktober 2022. Als Sarr damals von einem Wochenend-Trip zurückkam, hat er wohl eine Luxus-Uhr der Schweizer Marke Patek Philippe nicht beim Zoll angegeben. SPORT1 hatte darüber bereits berichtet.
Warum das wichtig ist? Nun, wenn der Preis einer von außerhalb der EU eingeführten Ware 430 Euro übersteigt, muss laut Zoll 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer bezahlt werden.
Sarr beschwerte sich über Zoll: „Als wärst du ein Dealer“
Sarr hatte seinem Ärger damals auf Instagram Luft gemacht, unter anderem ein Foto gepostet, in dem die besagte Uhr sowie zwei Zoll-Beamte zu sehen waren. Bei den beiden Beamten hatte er den Clown-Emoji über die Gesichter gesetzt, mokierte sich so öffentlich über die beiden.
„Du landest am Flughafen, du wartest auf dein Gepäck, und aus mehr als 200 Passagieren bist du es, auf den man mit einem Fingerschnippen einen Zollhund hetzt, der auf dich hochklettert, als wärst du ‚unsauber‘ oder ein ‚Dealer‘“, hatte der Bayern-Profi damals unter seinen Beitrag geschrieben.
Zoll-Sprecher: War „eine ganz normale Kontrolle“
Bei der Bild-Zeitung beteuert Zoll-Sprecher Thomas Meister, dass es sich um „eine ganz normale Kontrolle“ gehandelt hatte, die wie folgt ablief: „Der Zollspürhund hat angeschlagen. Herr Sarr wurde in einen Abfertigungsbereich gebracht. Dort wurde sein Gepäck kontrolliert.“
Bei der Kontrolle des Gepäcks wurde dann wohl auch die Uhr gefunden, wegen der Sarr nun vor Gericht muss.
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