Eine Niederlage in der Bundesliga, eine Niederlage im DFB-Pokal – ansonsten hat sich der FC Bayern kurz vor Weihnachten noch überhaupt nichts zu Schaden kommen lassen. Alles also in bester Ordnung? Nicht wirklich. Zumindest, wenn es nach Markus Babbel geht.
Trotz einer „sehr guten Defensivleistung gegen Manchester United“ machen die Münchner „keinen supergefestigten Eindruck“, stellte Babbel in einem Interview mit dem Sportbuzzer fest. „Im Ballbesitz haben die Bayern aktuell Probleme, da fehlt die Selbstsicherheit. Sie merken selbst, dass sie derzeit nicht in Topform sind.“
Babbel ergänzte: „Sie leisten sich im Offensivspiel derzeit wahnsinnig viele Stockfehler und Ballverluste, das ist ungewöhnlich. Tuchel sieht das und weiß, dass da ziemlich viel Luft nach oben ist.“ Einige Spieler der Bayern hätten „einen Rucksack auf“ – unter anderem auch Leroy Sané. Bis Mitte November sei der Flügelflitzer in Topform gewesen, hat jetzt „nach seiner Roten Karte in Österreich noch ein wenig den DFB-Blues“.
Babbel traut Stuttgart Punkte in München zu
Schon am Sonntag steht der nächste Härtetest bevor, dann trifft der FC Bayern auf den unmittelbaren Verfolger aus Stuttgart (ab 19:30 Uhr im LIVETICKER). Zwar seien die Münchner favorisiert, doch Punkte traut Babbel dem VfB durchaus zu. Ein Grund: Trainer Sebastian Hoeneß.
Der 41-Jährige sei „ein Glücksgriff“ für die Stuttgarter und habe „die richtigen Hebel angesetzt“. Hoeneß lasse die Mannschaft „nach vorne spielen, die wollen zocken und keinen Beton anrühren“. Bei den anhaltend guten Resultaten könne „man nicht mehr von einer Eintagsfliege sprechen“, bekräftigte Babbel.