SPORT1-Experte Stefan Effenberg hat sich im STAHLWERK Doppelpass zum aktuellen Tief von Union Berlin geäußert. „Sie sind von ihrer Spielweise aus dem letzten Jahr etwas abgewichen. Sie sind etwas offensiver ausgerichtet und das fällt ihnen gerade auf die Füße. Sie wollten attraktiveren Fußball spielen“, erklärte der ehemalige europäische Fußballer des Jahres.

Der 55-Jährige fuhr fort: „In den vergangenen Jahren waren sie kompakt und wollten mit wenigen Kontakten zum Abschluss kommen. Das haben sie geändert. Aber ich denke, dass Urs Fischer da zum Erfolgsrezept der vergangenen Jahre zurückkehrt. Aber ich glaube auch, dass Union mit dem Abstieg nichts zu tun hat.“

Union bereits acht Spiele ohne Punkt

Die vergangenen vier Jahre fühlten sich für Union Berlin und dessen Anhänger vermutlich an wie ein Traum. 2019 führte Urs Fischer die Eisernen in der Aufstiegsrelegation mit einem 0:0 und einem 2:2 gegen den VfB Stuttgart zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Bundesliga. In den darauffolgenden Jahren steigerte sich der Verein Jahr für Jahr und landete in der abgelaufenen Saison letztendlich auf einem Champions-League-Platz.

Nachdem Union in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 4:0 beim FC Astoria Waldorf siegte, gewann das Team von Fischer auch die ersten beiden Ligaspiele jeweils mit 4:1 gegen den FSV Mainz 05 und den SV Darmstadt 98.

Seitdem holten die Köpenicker allerdings wettbewerbsübergreifend acht Spiele in Folge keinen einzigen Punkt mehr. Durch den 5:2-Sieg des FC Augsburg gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim rutschte Union am Sonntagabend sogar auf Platz 15 der Tabelle.

Am kommenden Dienstag treffen die Eisernen im Berliner Olympiastadion in der Champions-League-Gruppenphase auf den italienischen Meister SSC Neapel (Dienstag, den 24.10.23 ab 21 Uhr im LIVETICKER). Dann können die Unioner beweisen, dass sie es auch stärkeren Gegnern schwer machen können.