Fulhams Joao Pahinha sollte beim FC Bayern München der Sechser werden, den sich Thomas Tuchel gewünscht hatte. Und Nationalspieler Armel Bella-Kotchap war ein Kandidat, der den Abgang von Benjamin Pavard auffangen sollte. Am Deadline Day wurde aus beiden Transfers jedoch nichts!
In seinem Podcast Basler ballert äußerte sich nun Ex-Nationalspieler Mario Basler zu den gescheiterten Deals – und reagierte fast schon hämisch: „Das war schon so ein bisschen gaudimäßig. Alles um Palhinha war schon eine sehr komische Geschichte. Es war ein bisschen zum Lachen, was da passiert ist.“
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Zwar räumte der 54-Jährige ein, dass er dem deutschen Rekordmeister weniger Schuld gebe als dem FC Fulham, „aber als FC Bayern hätte ich mich vorher versichern müssen, dass man ihn auch kriegt, wenn man die 65 Millionen Euro hinlegt und der Spieler zum medizinischen Check kommt.“
Trotzdem sei er der Meinung, dass der FC Bayern im Januar Geld für Palhinha investieren müsse.
Basler sieht große Bayern-Baustelle
Auch aus der Verpflichtung von Bella-Kotchap wurde schlussendlich nichts. Der Verteidiger, der auch bei Borussia Dortmund auf dem Zettel stand, wechselte kurz vor Transferschluss zu PSV Eindhoven – zum Leidwesen der Bayern-Abwehrreihe.
Basler erklärte: „Auf der rechten Seite darf wirklich nicht viel passieren. Gerade in der Defensive, vom Grunde her hat man nur einen richtigen rechten Verteidiger.“ Er ist der Meinung, dass es mit der Champions League schwer werden könne, sollte der Verein keinen neuen Rechtsverteidiger verpflichten.
Immerhin habe man zwei nominelle Rechtsverteidiger gehen lassen. Josip Stanisic läuft für die Werkself in Leverkusen auf, Pavard verließ die Münchner in Richtung Inter Mailand.
„Man muss fragen, warum man das gemacht hat, wenn man da auch noch keinen Ersatz hat. Laimer haben sie nicht geholt, dass er rechter Verteidiger spielen soll“, betonte der Ex-Nationalspieler.
Pavard: „Von welcher Kugel wurde er getroffen?“
Über den Wechsel Pavards sagte Basler: „Wie der auf die Idee kommt, von Bayern wegzugehen und nach Mailand zu gehen. Da muss man sich auch mal fragen, was dem durch den Kopf geflogen ist. Oder von welcher Kugel er getroffen wurde.“
Pavard-Berater Max Bielefeld stellt mit seinen Aussagen um den Wechsel des Franzosen die Kaderplanung des Rekordmeisters in Frage.
Eine Vermutung, weshalb der französische Verteidiger den FC Bayern verlassen wollte, stellte er zudem auf: „Was man so hört, ist, dass er mit Tuchel überhaupt nicht zurechtkam. Da muss ganz, ganz große Spannung zwischen den Beiden gewesen sein.“
„Das muss auch kein Bayern-Fan verstehen“
Er fuhr fort: „Man hat jetzt Mazraoui auf dieser Position, der es meines Erachtens sehr gut macht. Es ist auch die Frage, wenn die Belastung dazu kommt, schafft er das über eine ganze Saison, diese Position zu spielen? Was passiert, wenn er sich verletzt? Das muss man ja auch immer im Kopf haben.“
Außerdem müsse sich der Verein laut Basler bereits vorher darüber Gedanken machen, was passiert, wenn man keinen für die rechte Seite verpflichten könne.
„Sich hinzustellen und zu sagen, man wusste ja nicht, dass Pavard noch geht, aber Pavard hatte doch schon vor Wochen und Monaten angekündigt, dass er weg will. Das, glaube ich, muss auch kein Bayern-Fan verstehen.“