TSG-Coach zählt eigenes Team an
TSG-Coach zählt eigenes Team an
Der SC Freiburg feiert einen gelungenen Start in die neue Spielzeit: Die Breisgauer schlagen Hoffenheim - auch, weil Attila Szalais Premiere vollkommen misslingt.
Der SC Freiburg hat bei der TSG Hoffenheim mit 2:1 (2:0) gewonnen und bleibt damit im sechsten Gastspiel nacheinander im Baden-Duell ohne Makel. Zudem schafften die Breisgauer ihren vierten Sieg in den vergangenen fünf Auftaktpartien.
Die TSG hingegen verlor ihre zweite Auftaktpartie in Folge und Trainer Pellegrino Matarazzo wartet auch nach sieben Versuchen weiter auf seinen ersten Sieg gegen die Freiburger. „Wir haben das Spiel verloren, aufgrund unseres dilettantischem Abwehrverhaltens. Das war nicht bundesligawürdig“, fand der Coach bei Sky deutliche Worte in Richtung seines Teams.
Der SC profitierte beim Erfolg in Sinsheim von einem Albtraumdebüt Attila Szalais. Der Ungar traf erst ins eigene Tor und sah vor dem 0:2 von Roland Sallai ebenfalls nicht gut aus. Mehr als ein Treffer von Ozan Kabak sollte den Kraichgauer im zweiten Durchgang nicht mehr gelingen.
- Bundesliga-Highlights im Video
- Alle Bundesliga-News
- SPORT1 Bundesliga Classics: Historische Momente im Video
Während Cristian Streich zum Beginn seiner zwölften Spielzeit im Breisgau auf Bewährtes setzte – kam in der Startelf ohne Neuzugang aus – ,schickte sein Gegenüber Pellegrino Matarazzo trotz der muskulären Probleme von Weghorst in Marius Bülter, Florian Grillitsch und Szalai noch drei Sommertransfers ins Rennen.
Vor 25.890 Zuschauern suchten beide Teams gleich mutig den Weg in die Offensive. Ein Abseitstreffer von Andrej Kramaric (5.) zählte nicht, auf der Gegenseite prüfte Michael Gregoritsch innerhalb weniger Sekunden gleich zweimal den Ex-Freiburger Oliver Baumann (6./7.).
Brooks und Szalai unglücklich
Anschließend flachte die Partei ab, sodass vieles auf einen torlosen ersten Durchgang hindeutete. Doch dann profitierten die Breisgauer von einem kuriosen Eigentor. Szalai fälschte eine Hereingabe von SC-Kapitän Christian Günter ins eigene Tor ab (39. Minute), nachdem John Anthony Brooks zuvor den Ball schon leicht touchiert hatte.
Für den zweitteuersten Neuzugang der Hoffenheimer Vereinsgeschichte (12,3 Millionen Euro) sollte seine Bundesligapremiere noch bitterer werden. Denn nach dem 0:1, das bei der TSG Wirkung zeigte, drängten die Gäste in der Schlussphase des ersten Durchgangs auf das nächste Tor.
Für den erhöhten Aufwand belohnten sich die Freiburger dann auch noch vor dem Halbzeitpfiff – erneut rückte Szalai in den Mittelpunkt: Nach einem ganz leichten Kontakt von Sallai ging der Verteidiger kurz vor dem eigenen Sechzehner zu Boden, sodass er dem Offensivspieler nicht mehr folgen konnte.
Sallai bediente anschließend Michael Gregoritsch, der zwar an Ozan Kabak scheitert, doch den Abstauber setzte Sallai ins Netz (45.+3.).
Kabak reagiert am schnellsten
Die Kraichgauer protestierten sofort und auch Schiedsrichter Sven Jablonski wurde vom VAR gebeten, sich die Szene nochmal anzuschauen. Da der Referee den geringen Kontakt aber nicht als Foul wertete, führte der Sport-Club zur Pause mit 2:0. Szalai musste dann gleich in der Kabine bleiben. Kevin Vogt ersetzte ihn ab dem Wiederanpfiff.
Der Routinier erlebte einen rasanten zweiten Durchgang. Obwohl es einige Chancen auf beiden Seiten gab (Vincenzo Grifo und Ritsu Doan trafen noch den Pfosten), sollte in den zweiten 45 Minuten lediglich noch ein Treffer fallen. In einem Getümmel im SC-Strafraum reagierte Kabak am schnellsten und setzte die Kugel in die rechte Ecke (50.).
—–
Weitere News
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)