Dominant und geduldig: RB Leipzig nimmt im Saisonendspurt nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Finale auch Kurs auf die Königsklasse.
Nach dem 5:1-Erfolg im Pokal-Halbfinale vor vier Tagen an gleicher Stelle gewann das Team von Trainer Marco Rose auch das direkte Duell um die Champions League beim SC Freiburg verdient mit 1:0 (0:0) und liegt damit als Tabellendritter nun einen Zähler vor den Breisgauern auf den begehrten Millionenplätzen.
Der eingewechselte Kevin Kampl (73.) erzielte den Siegtreffer. „Wir wussten, wie wichtig diese zwei Spiele sind, speziell heute das Spiel“, sagte Kampl bei Sky. „Klar war das DFB-Pokal-Halbfinale auch sehr wichtig, aber unser oberstes Ziel ist natürlich jedes Jahr die Champions League. Das waren heute Big Points.“
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Freiburg verzweifelt erneut an Leipzig
„Es war eine sehr, sehr gute Woche“, erklärte Timo Werner. „Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert. Wir hätten früher vielleicht ein Tor machen können oder müssen, aber hinten raus verdient gewonnen.“
RB bleibt damit der Angstgegner des Tabellenfünften, in den letzten neun Duellen gelang dem Team von Trainer Christian Streich kein Sieg.
Die erstmalige Qualifikation für die Königsklasse hat das Überraschungsteam trotz der dritten Heim-Niederlage aber weiter in eigener Hand, in der kommenden Woche steht das nächste direkte Duell beim Tabellenvierten Union Berlin an.
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Vier Tage nach dem Duell im Pokal-Halbfinale setzten beide Trainer auf sanfte Rotation.
Bei Freiburg rückten Manuel Gulde, Vincenzo Grifo und Youngster Noah Weißhaupt für Ritsu Doan (Knie), Philipp Lienhart (krank) und Kiliann Sildillia (Bank) in die Startelf, dazu stellte Streich von Dreier- auf Viererkette um.
Rose brachte Mohamed Simakan und Lukas Klostermann für Josko Gvardiol (muskuläre Probleme) und Marcel Halstenberg (Bank).
Wie schon am Dienstag startete RB vor 32.900 Zuschauern sehr dominant, zeigte einige tolle Kombinationen. Vor allem der Tempoüberschuss in der Offensive machte sich gleich bemerkbar.
Werner verpasst frühen Führungstreffer
Werner traf erst nach Traumpass von Amadou Haidara allein vor dem Tor den Pfosten (5.), sein nächster Versuch wurde dann knapp über die Latte abgefälscht (10.). Freiburg schaffte kaum einmal Entlastung.
Bei einem der seltenen Ausflüge in die gegnerische Hälfte ging Startelfdebütant Weißhaupt im Zweikampf mit Willi Orban zu Boden (16.), doch die Pfeife von Schiedsrichter Tobias Welz blieb trotz reger Proteste stumm.
In Folge bekam der Sport-Club zumindest defensiv etwas mehr Zugriff, auch weil Leipzig im letzten Drittel etwas die Genauigkeit verloren ging. Bei der besten Chance behinderten sich Christopher Nkunku und Werner gegenseitig (27.).
Nach dem Wechsel spielte Freiburg etwas mutiger, kaufte RB mit mehr Zweikampfintensität den Schneid ab. Die Partie wurde dadurch offener, auch Freiburg kam nun zu längeren Ballstafetten.
Allerdings fehlte es beiden Teams an Ideen und Durchschlagskraft im letzten Drittel. Der Treffer von Kampl nach einem unfreiwilligen „Doppelpass“ mit Freiburgs Gulde war dann eine pure Willensleistung mit feinem Abschluss.
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Mit Sport–Informations-Dienst (SID)