Auf dieses Debüt hatte Soumalia Coulibaly so lange gewartet. Und dann wurde es für ihn zum Horror.

Der BVB-Profi kam beim 3:3 gegen den VfB Stuttgart zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga für Dortmund. Für Mats Hummels wurde der 19-Jährige nach der Halbzeitpause eingewechselt.

Am Ende patzte er in der wilden Schlussphase folgenschwer. Vor dem 3:3 von Silas Katompa Mvumpa drosch Coulibaly bei der Hereingabe am Ball vorbei und ermöglichte so den Ausgleich in der siebten Minute der Nachspielzeit.

Trainer Edin Terzic nahm seinen Schützling, der bereits im Juli 2021 von PSG kam und immer wieder durch Verletzungen ausgebremst wurde, nach Abpfiff in den Arm.

Coulibaly übel beleidigt

Mit Kritik hielt er sich zurück.

„Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass er den Ball mit seinem rechten Fuß klärt“, meinte Terzic. „Aber es wäre absolut falsch, ihn jetzt zum Sündenbock zu machen.“

Doch nach der Partie musste der U20-Nationalspieler Frankreichs bei Instagram viel mehr ertragen.

Er wurde Opfer von rassistischen Beleidigungen. Affen-Emojis, Todeswünsche und Forderungen, er solle Dortmund sofort verlassen, zierten die Kommentare unter seinen Bildern.

Coulibaly schränkte sogar die Kommentarfunktion ein.

Bei einem Großteil der BVB-Fans sorgte dies jedoch für Wut. Sie verteidigten ihr Talent und konterten die Rassisten mit deutlichen Worten.

Viele machten dem Abwehrmann Mut. „Keine Toleranz für Rassismus!!! Kopf hoch, Soumaila Coulibaly! Lass dich von diesen Vollidioten nicht unterkriegen! Es gibt auch viele Menschen, die hinter dir stehen und dich unterstützen!“, schrieb eine Nutzerin.