In der Sommerpause hat die Bundesliga zwei ihrer größten Stars verloren.
Robert Lewandowski wechselte vom FC Bayern München in die spanische Liga und geht dort nun beim FC Barcelona auf Torejagd, während Erling Braut Haaland für Manchester City in der Premier League von Rekord zu Rekord eilt.
Geht es nach Jan Koller, ist dieser Aderlass jedoch zu verschmerzen. Natürlich seien die beiden Abgänge ein Verlust für die Liga, räumt der ehemalige BVB-Knipser, der in der Bundesliga 59 Tore für Schwarz-Gelb erzielte, ein. „Aber trotzdem ist diese Liga ein sehr attraktiver Wettbewerb, was das Toreschießen angeht“, stellte er im exklusiven SPORT1-Interview klar.
Diese Attraktivität macht der 50-Jährige vor allem an der Anzahl der Tore fest. Ein Blick auf die Zahlen gibt dem Tschechen recht. Während in dieser Saison bereits 825 Tore nach 29 Spieltagen gefallen sind, waren es zum gleichen Zeitpunkt in der vergangenen Spielzeit nur 798 Treffer – trotz der Anwesenheit von Lewandowski und Haaland.
Schick wird vom eigenen Körper ausgebremst
Daher sieht Koller das Problem auch eher darin, dass es aktuell „keinen wirklich herausragenden Torjäger“ gibt, der in die Fußstapfen der beiden Ausnahmestürmer der letzten Jahre treten könne.
Patrik Schick hätte diese Lücke vielleicht füllen können. In der vergangenen Saison schoss sich Kollers Landsmann mit 24 Treffern auf Rang zwei der Torjägerliste – zwei Treffer vor Haaland auf Rang drei.
In dieser Spielzeit macht dem 27-Jährigen jedoch immer wieder sein Körper ein Strich durch die Rechnung. „Vergangene Saison war es Patrik Schick, aber leider hat er in dieser Spielzeit viele gesundheitliche Probleme“, weiß auch Koller um diese Problematik. Schick fiel in dieser Saison mit Adduktorenbeschwerden insgesamt bereits 156 Tage aus. In dieser Zeit verpasste er 18 Pflichtspiele.