Er war neben Leon Goretzka richtig betroffen, dass Julian Nagelsmann den Trainerstuhl beim FC Bayern räumen musste!

Joshua Kimmich war Nagelsmanns verlängerter Arm auf dem Platz, die beiden pflegten eine besondere Beziehung – dementsprechend geschockt reagierte er, als der 35-Jährige freigestellt wurde.

Doch Nagelsmann ist nun Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lauten Thomas Tuchel, der bei seinem Debüt im Topspiel gegen Borussia Dortmund einen 4:2-Sieg feierte und die Tabellenführung zurückeroberte.

Kimmich: „Er hatte sicher auch seinen Anteil daran“

In der Stunde des Erfolgs würdigte Kimmich aber auch noch einmal seinen Ex-Trainer Nagelsmann: „Er hatte sicher auch seinen Anteil daran“, erklärte der 28-Jährige nach dem Topspiel in der Mixed Zone. „Es ist ja jetzt nicht so, dass alles gelöscht ist, was davor beim Trainer war.“

Es sei „immer eine emotionale Geschichte, weil in erster Linie zeigt das einfach, dass wir Spieler unsere Leistung nicht auf den Platz bekommen haben“, führte Kimmich weiter aus. „Ich bin jetzt in meiner achten Saison, das ist jetzt mein siebter Trainer – das spricht dann auch nicht immer für uns Spieler.“

Kimmich fügte hinzu: „Das heißt, dass wir nicht immer konstant unsere Leistungen zeigen konnten. Dann ist es natürlich schade und traurig und geht dann auch auf unsere Kappe.“

Kimmich über Nagelsmann-Aus: „Wenig Liebe, wenig Herz“

Kurz nachdem die Entscheidung festgestanden hatte, dass Nagelsmann seinen Posten räumen muss, äußerte Kimmich bereits sein Bedauern über das Aus und widersprach der Theorie, dass der frühere Bayern-Coach am fehlenden Rückhalt der Mannschaft gescheitert sei: „Der Trainer hat die Kabine nicht verloren.“

Im ZDF erklärte Kimmich zudem: „Am Ende des Tages ist das Geschäft so: wenig Liebe, wenig Herz. Wir müssen lernen, damit umzugehen und auch mit der Entscheidung leben. Wenn es zu einem Trainerwechsel kommt, ist es immer enttäuschend, weil es bedeutet, dass wir Spieler versagt haben. Anders kommt so ein Trainerwechsel nicht zustande.“