Schiedsrichter Frank Willenborg hat bestätigt, dass es in der direkten Auseinandersetzung mit Julian Nagelsmann am vergangenen Samstag keine verbalen Tiefschläge gegeben hat.
„Was in der Kabine inhaltlich gesprochen wird, bleibt auch dort. Ich kann allerdings sagen, dass dort in der Sache diskutiert wurde, ohne jede Beleidigung“, sagte der Referee der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Willenborg war im Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Rekordmeister Bayern München (3:2) als 4. Offizieller im Einsatz gewesen. Bayern-Trainer Nagelsmann hatte sich nach der Niederlage abfällig in Richtung des Schiedsrichterteams um Tobias Welz (Wiesbaden) geäußert. Unter anderem hatte der Coach, der sich über die Rote Karte für Abwehrchef Dayot Upamecano (8.) echauffierte, von einem „weichgespülten Pack“ gesprochen.
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WIllenborg bestätigt Welz-Darstellung
Willenborg gab zu Protokoll, dass er davon erst über die Medien erfahren habe: „Uns Schiedsrichtern hat er es nicht gesagt.“ Ähnlich wie der 4. Offizielle hatte sich zuvor bereits Welz geäußert. „Wir haben auf Augenhöhe eine Diskussion geführt“, sagte Welz im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1: „Es war emotional, aber es wurden keine Beleidigungen ausgesprochen.“
Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hatte Nagelsmann am Montag für seinen Wutanfall heftig kritisiert. „Ich finde es abgrundtief respektlos, die Begrifflichkeit ‚Pack‘ zu verwenden, egal, welche Perspektive man auch immer zu einer Situation einnimmt“, sagte Fröhlich bei SPORT1: „Da ist dann auch das Verständnis auf Schiedsrichterseite zu Ende.“
Nagelsmann hatte über die Sozialen Netzwerke um Entschuldigung gebeten. Dennoch hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen aufgenommen. Dem 35-Jährigen droht eine Bestrafung durch das DFB-Sportgericht.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)