Hässlicher Zwischenfall mit Fans des FC Bayern und Eintracht Frankfurt.

Nach Polizeiberichten griffen am Samstag vor dem Topspiel in München auf einem Rastplatz an der A9 im Landkreis Eichstätt Frankfurter Mitglieder eines Bayern-Fanklubs an.

Ein Bus der FCB-Fans hatte am A9-Rastplatz Köschinger Forst pausiert, zwei Busse mit Eintracht-Anhängern ebenfalls. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Laut Polizei Beilngries attackierten dann teils vermummte Frankfurter unvermittelt die Bayern, schlugen auf die Fans ein und versuchten, ihnen eine Kühltasche zu entreißen.

In der Folge fuhr ein Großaufgebot der Polizei zum Rastplatz, bis zu deren Eintreffen hatten einige Fans aber schon die Flucht ergriffen.

Die Bilanz: Eine gebrochene Nase bei einem Bayern-Fan, drei weitere Münchner wurden leicht verletzt. (DATEN: Spielplan der Bundesliga)

Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Raubs, Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

Hoeneß kritisiert Frankfurt-Fans – Krösche kontert

Brisant ist der Zusammenstoß auch vor dem Hintergrund der jüngsten Fan-Kritik von Uli Hoeneß. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Der Ehrenpräsident des FC Bayern hatte im STAHLWERK Doppelpass zuletzt erklärt: „Was die Eintracht unbedingt angehen muss, ist das Zuschauerproblem. Sie haben ein aggressives Publikum, das immer wieder für Ausschreitungen gut ist. Es kann nicht sein, dass sie in Zukunft mehr Strafen bezahlen als sie einnehmen. Normale Begeisterung ist immer gut, aber bei Gewalt hört es bei mir auf.“ (Bericht: Eintracht-Kritik – Hat Hoeneß recht?)

Erst am vergangenen Sonntag hatte Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche ebenfalls im STAHLWER Doppelpass, gekontert. (DATEN: Ergebnisse der Bundesliga)

„Ich finde, dass wir herausragende Fans haben. Wenn man überlegt, allein in Barcelona, wie friedlich das war mit 30.000 Fans. Auch, wie sie uns in Sevilla zum Triumph getragen haben. Und nun auch auswärts in der Liga wieder“, sagte Krösche am Tag nach dem Remis bei Bayern München (1:1): „Natürlich passiert immer mal etwas. Aber wir sind im engen Austausch mit der Szene.“