Trotz des Überwinterns als Schlusslicht der Bundesliga gehört der FC Schalke 04 für den Vorstandsvorsitzenden Bernd Schröder weiterhin zu den Topklubs des deutschen Fußballs. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
„Auch wenn wir gerade 18. sind – wir werden gefragt und haben weiterhin Gewicht. Wir sind immer noch einer der drei größten Vereine in Deutschland, zählen zu den Top 3 und sind wichtig für den deutschen Fußball“, sagte Schröder der Bild am Sonntag. Damit spielte er unter anderem auf die 165.000 Mitglieder des Vereins an.
Auch mit Blick auf die TV-Einschaltquoten sieht der 56-Jährige den Revierklub mit Bayern München und Borussia Dortmund an der Spitze. „Welche Spiele gucken denn die Fans? Das sind insbesondere die Spiele von Bayern, Dortmund und Schalke. Wir sind ein großer Player im deutschen Fußball, wissen um unseren Wert“, betonte Schröder. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Deshalb fordert der Vorstandschef eine andere Verteilung der Fernsehgelder. „Wer mehr Quote garantiert, sollte auch mehr Geld bekommen“, meinte der 56-Jährige.
Schalke-Boss fordert mehr Fernsehgeld für S04
Es seien Klubs wie Frankfurt, Bremen, Köln oder eben Schalke, die neben Bayern und Dortmund die Bundesliga attraktiv hielten und tausende von Fans in die Stadien und vor den Fernseher lockten: „Dafür zahlen die Rechteinhaber, also muss man das am Ende auch auf unserer Abrechnung sehen.“
Finanziell würde das dem Verein gut tun, Schalke ist mit rund 180 Millionen Euro Schulden finanziell angeschlagen. Bei einem erneuten Abstieg in die 2. Bundesliga ist sich Schröder dennoch sicher, dass der Klub eine Lizenz erhalten würde.
Nochmal 2. Bundesliga? Schalke wäre bereit
„Ja, ich bin mir ganz sicher, dass wir sie bekommen. Als vernünftige Kaufleute wappnen wir uns auch für dieses Szenario. Wir müssen in der Lizenzierung nachweisen, dass wir in der 2. Liga wieder durchfinanziert sind – und ich bin überzeugt: Das werden wir schaffen“, sagte der Vorstandschef. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Umbauarbeiten wären allerdings nötig, falls Schalke längere Zeit in der 2. Bundesliga bleiben sollte.
Schröder sagt dazu: „Nach drei, vier Jahren in der 2. Liga würde Schalke anders aussehen müssen, das haben wir immer gesagt. Wir würden uns dann angucken müssen, welche Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind. Man könnte das sogenannte Tafelsilber verkaufen, man müsste an die Kosten ran.“
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