Youssoufa Moukoko hat, obwohl erst 18 Jahre alt, schon einiges erlebt in seiner noch jungen Profi-Karriere. Bei Borussia Dortmund ist er inzwischen zu einem etablierten Angreifer herangereift. BVB-Nachwuchschef Lars Ricken hat erklärt, warum er dennoch Zweifel an der Verpflichtung von Moukoko hatte.
Im Podcast der Ruhr Nachrichten sprach Ricken unter anderem über den Wechsel des damals 11 Jahre jungen BVB-Juwels vom FC St. Pauli nach Dortmund.
„Ich hatte damals große Bedenken, ihn zu verpflichten“, offenbarte Ricken. Moukoko lebte zu dieser Zeit in Hamburg und Ricken wollte den jungen Spieler nicht aus seinem gewohnten Umfeld reißen.
„Habe mich breitschlagen lassen, ihn aufzunehmen“
Moukokos Berater schaffte es allerdings, Ricken zu überreden. Er „hat damals zu mir gesagt: ‚Ich sehe ihn bei euch, weil ihr bewiesen habt, dass ihr gut mit jungen Spielern umgehen könnt.‘ Deswegen haben wir ihn bekommen. Also habe ich mich mehr oder weniger breitschlagen lassen, ihn bei uns aufzunehmen“, berichtete Ricken.
Im Nachhinein erwies sich die Verpflichtung natürlich als großer Glücksfall für den BVB. Im Alter von 16 Jahren gab Moukoko als jüngster Bundesliga-Spieler der Geschichte sein Debüt in der Profimannschaft des BVB.
Inzwischen kommt der Angreifer auf 44 Bundesligaspiele, in denen ihm elf Tore gelangen. Nach dem Ausfall von Neuzugang Sebastian Haller war Moukoko im Angriff der Schwarz-Gelben zuletzt gesetzt. Kein Wunder, dass der Youngster schon jetzt heiß begehrt bei Europas Top-Klubs ist.
Konkurrenzkampf um Talente: „Ist schon krass geworden“
Kurz vor der WM, bei der Moukoko ebenfalls im Kader stand, folgte das Debüt in Deutschlands A-Nationalmannschaft. Insgesamt standen sechs Profis im DFB-Kader, die in Dortmund ausgebildet wurden. „Das zeigt: Die Qualität, die wir hochbringen, ist recht ordentlich in den letzten Jahren“, merkte Ricken an.
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Allerdings werde der Wettstreit um die besten Talente laut dem BVB-Nachwuchschef zunehmend schwieriger. Der BVB sei „nicht mehr in einer regionalen Konkurrenzsituation mit Schalke, Bochum und Bielefeld, sondern in einer europäischen“, erklärte Ricken. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
„Wenn wir einen 16-Jährigen verpflichten wollen, konkurrieren wir im Zweifelsfall mit spanischen, englischen oder französischen Mannschaften. Das ist schon krass geworden“, sagte Ricken zu den Entwicklungen auf dem Transfermarkt.
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