Weniger Siege (4) als Patzer (4 Remis, 1 Niederlage) in der bisherigen Bundesliga-Saison: Die Zeiten des übermächtigen FC Bayern scheinen vorbei.
Gründe dafür gibt es viele. Einer davon – das wurde beim spät verspielten Dreier im Topspiel gegen den BVB deutlich – ist die immer wieder lethargisch daherkommende Einstellung. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
Was ist eigentlich aus dem typisch bayrischen Sieger-Gen geworden?
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nCAPTION: Oliver Kahn fällt bei Ausgleichstreffer von Borussia Dortmund vom Stuhl
nDESCRIPTION: Der Bayern-Boss Oliver Kahn sorgt nach dem Last-Minute-Ausgleich von Borussia Dortmund mit seinem Ausraster für die Szene des Spieltags. Vor Wut fällt der Titan vom Stuhl.
FC Bayern: Goretzka stimmt Kahn zu
In der Schlussphase, als der BVB dank des Anschlusstreffers von Youssoufa Moukoko neue Hoffnung schöpfte und bei beeindruckender Kulisse auf den Ausgleich drängte, stemmte sich kein Bayern-Star auf dem Rasen im Signal Iduna Park deutlich erkennbar gegen das drohende Unentschieden.
Stattdessen drängte Schwarz-Gelb immer weiter und die Gäste versuchten fast, sich über die Ziellinie zu schummeln – ohne Erfolg. „Wir haben am Ende alles dafür getan, um das 2:2 zu bekommen“, tobte Oliver Kahn.
Haben die Bayern ein Mentalitätsproblem? Bereits nach der Pleite in Augsburg hatte Trainer Julian Nagelsmann über die Einstellung seiner Stars gemeckert. Sein großer Vorwurf: Es fehle gerade im Spiel nach vorne die letzte Seriosität.
In Dortmund versagte in der Schlussphase allerdings auch die Abwehr, was zum Teil an den beiden verletzungsbedingten Auswechslungen von Alphonso Davies und Matthijs de Ligt lag. Denn deren Ersatzmänner Josip Stanisic und Noussair Mazraoui waren nicht auf der Höhe, sondern wirkten eher wie Unsicherheitsfaktoren. Allerdings schafften es auch die etablierten Spieler auf dem Platz nicht, sich und ihre Kollegen zum Dreier zu pushen. Kahns Fazit: „Die Dortmunder waren ziemlich tot, wir haben sie selber wieder ins Spiel gebracht.“ (Hainer über Nagelsmann: „Bayern ist ein anderes Kaliber“)
Leon Goretzka stimmte ihm zu: „Wir haben über weite Strecken den Gegner beherrscht und auch nach dem 2:0 viele Großchancen gehabt. Die nicht zu machen, ist beim Stand von 2:0 jetzt nicht besonders kriegsentscheidend. Aber dann musst du konsequent bis zum Ende verteidigen. Das haben wir nicht gemacht. Und deshalb haben wir nur 2:2 gespielt.“
Nach dem 2:2 im Topspiel gegen Borussia Dortmund sieht Bayern-Stürmer Leon Goretzka die Schuld beim Rekordmeister.
Hoeneß: „Wenn man mal 2:0 führt, …“
Neben Kahn knöpfte sich auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß die Mannschaft vor. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
„Wenn man mal 2:0 führt, dann sollte man das Spiel gewinnen“, sagte der 70-Jährige im BR. Die Leistung des Nagelsmann-Teams sei „nicht Bayern-like“ gewesen.
Auf der Suche nach Gründen für Bayerns holprige Bundesliga-Auftritte gelangte Hoeneß aber auch zum Weggang von Robert Lewandowski. „Ich glaube, dass uns schon ein Neuner fehlt.“
Den Verkauf des polnischen Weltfußballers an den FC Barcelona bezeichnete der langjährige Manager und Präsident als „schwierige Entscheidung“, denn damit habe man das Risiko in Kauf genommen, „dass man bestimmte Tore nicht macht, nämlich so eins wie Modeste gestern so einen Meter vorm Tor. Da steht halt normal der Mittelstürmer oder ein Knipser, den haben wir zurzeit leider nicht.“
Andererseits hatten sich die Bayern auch ohne echten Mittelstürmer eine 2:0-Führung erspielt – um diese dann in der Schlussphase herzuschenken. Es kann also nicht nur eine Frage der Qualität sein.
Goretzka: „Wie gesagt, wir haben wieder diese letzte Konsequenz vermissen lassen. Und das ist uns in letzter Zeit ein bisschen zu oft passiert.“
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nCAPTION: SPORT1 Bundesliga Classics: Otto Rehhagels Trainerentlassung beim FC Bayern
nDESCRIPTION: Der 27. April 1996 führt zu der Trainerentlassung von Otto Rehhagel beim FC Bayern München. Die scheinbare Traumbeziehung scheitert vor nach nicht einmal einem Jahr.
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