Weltklasse oder nix?

Bayerns Star-Neuzugang Sadio Mané hat seit seiner Ankunft beim deutschen Rekordmeister für viel Gesprächsstoff gesorgt. Zunächst wurde der 30-Jährige als Spitzenverpflichtung gefeiert und auch nach den ersten Spielen war der Mané-Hype groß. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Unvergessen bleibt, wie er bereits nach dem furiosen 6:1-Auftaktsieg in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt auf dem Zaun vor den Bayern-Fans mit einem Megafon in der Hand stand. Der August verlief für den Angreifer sehr gut, doch der September bremste seine guten Leistung. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Nagelsmann stellt Mané auf den Flügel

In jenem Monat gelang Mané nur ein einziger Scorerpunkt und die ersten kritischen Stimmen kamen auf. Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic sagte bei der Sport Bild zur Krise: „Sadio braucht noch ein bisschen Zeit, er muss sich gewöhnen, auch an die Bundesliga, aber das wird er.“ (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Immerhin schoss er anschließend in den Champions-League-Duellen gegen Viktoria Pilsen im Oktober jeweils einen Treffer. Für den kleinen Aufschwung sorgte eine Umstellung von Trainer Julian Nagelsmann. Mané wurde zu Beginn noch als zentraler Stürmer eingesetzt, obwohl er bei seinem vorherigen Arbeitgeber, dem FC Liverpool, überwiegend auf dem linken Flügel gesetzt war.

Nagelsmann stellte daraufhin um und der 30-Jährige durfte auf seiner Lieblingsposition agieren. Auf der Pressekonferenz vor dem Freiburg-Spiel am Sonntag (LIVETICKER ab 19.30 Uhr) erklärte Bayerns Trainer: „Ich glaube schon, dass es geholfen hat. Deswegen haben wir es gemacht. Er ist an die Position gewöhnt.“ (Die PK zum Nachlesen)

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nCAPTION: Keine Krise! Darum stärkt Hasan Salihamidzic Sadio Mané den Rücken
nDESCRIPTION: Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic verteidigt Neuzugang Sadio Mané vor aufkeimender Kritik. Der 30-Jährige brauche Zeit, um ganz aufzublühen.

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Mané fremdelt mit Bayern-System

Zudem verriet Nagelsmann, dass die vergangenen Wochen an Mané genagt hätten: „Dass ein Weltklassespieler verunsichert ist, verwundert mich nicht, weil er auch ein Hirn und ein Herz hat.“

SPORT1-Kolumnist Alex Steudel schriebt zuletzt humoristisch, dass Mané bei den Bayern alles durcheinander bringen würde: „Der Mann passt in die Bayern-Elf wie Tofu in die Weißwurst.“ Steudel spielte auf die Position des Offensivspielers an, denn der Rechtsfuß fremdelt immer noch mit dem Nagelsmann-System.

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Die Stimmen aus England klingen allerdings ganz anders und von Kritik ist absolut keine Spur. Der frühere Innenverteidiger von ManCity, Joleon Lescott, meinte zuletzt bei LiveScore: „Ich habe schon zu Beginn der Saison gesagt, dass Sadio Mané ein großer Verlust sein würde. Ich denke, dass Liverpool den Senegalesen mehr vermisst als erwartet.“

Mané sieht sich nicht als Weltstar

Der Ex-Profi begründete: „Seine Intensität mit und ohne Ball war verrückt.“ Seiner Meinung nach ist es ein großer Faktor für Liverpool, dass Mané nicht mehr dort ist. Das Team von Jürgen Klopp hat einen noch deutlich schlechteren Saisonstart als die Bayern erwischt und belegt nach acht Spieltagen in der Premier nur den 10. Tabellenplatz.

Eines ist allerdings klar: Mané ist menschlich definitiv bei seinem neuem Arbeitgeber angekommen. Seine bescheidenen Art trifft auf Sympathien. Obwohl der Senegalese zu den besten Spielern der Welt gehört, möchte er davon gar nichts wissen.

„Die Leute sagen das über mich, aber ich sehe mich überhaupt nicht als Weltstar. Mit solchen Begriffen kann ich wenig anfangen. Mir geht es nur darum, Teil des Teams zu sein. Dafür tue ich alles“, sagte der 30-Jährige dem Vereinsmagazin 51.

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nCAPTION: SPORT1 Bundesliga Classics: Titeldreikampf ohne Bayern: Das Herzschlagfinale '92
nDESCRIPTION: 16. Mai 1992: letzter Spieltag und drei punktgleiche Teams kämpfen um den Meistertitel. Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund und VfB Stuttgart gönnen sich das heiße Rennen um den Titel.

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