Nationalspieler Thomas Müller wünscht sich für den FC Bayern ein Erstarken der nationalen Konkurrenz. Die anderen Mannschaften müssten aufholen, das sei „auch im Sinne der Liga“, sagte er im Klubmagazin 51. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Der Rekordmeister habe „national aktuell einen Vorsprung – aber international liegen wir beim Budget und auch beim Wettbewerbsstandort zurück“, ergänzte er.
Um die Nachteile auszugleichen, müssten andere deutsche Klubs zulegen und damit die internationale Bedeutung der Bundesliga stärken, betonte Müller: „Ich habe mich jetzt zum Beispiel über den Sieg von Eintracht Frankfurt im Europa-League-Finale und über Leipzig im Halbfinale gefreut – wir müssen international eine gefragte Liga sein, und dafür müssen alle hart arbeiten.“
Müller über Dominanz des FC Bayern
An der Vormachtstellung des FC Bayern in Deutschland wird sich nach Meinung von Müller allerdings nichts ändern – was auch an der speziellen Drucksituation in München liege.
„Die Erwartungshaltung ist hier so hoch, dass sie einen permanent anstachelt. Ich sehe da gar keinen natürlichen Mechanismus, der uns bremsen soll“, sagte er.
Für die kommenden Jahre geht Müller davon aus, dass die Bayern „jede Saison immer zwischen 75 und 85 Punkten holen“ werden – dies sei die Zielmarke beim Kampf um die Meisterschaft.
Es werde „nicht passieren“, versicherte er, „dass wir bei uns runterfahren. Wir haben eine funktionierende Servolenkung und unter anderem mich als den Spurhalte-Assistenten Müller“.
Müller: „Meine Art ein Stück Selbstmanipulation“
Für Müller ist aber auch klar: „Ich will als Profi beim FC Bayern einfach so erfolgreich sein wie möglich und eine schöne Zeit haben – und das bedeutet, dass wir besser immer Meister werden sollten. Sonst hast du in diesem Verein nämlich wenig Gaudi.“
Und wenn es doch mal anders kommen sollte? Dann hilft Müller noch immer sein Humor.
„Grundsätzlich denke ich einfach: Wenn man alles immer nur ernst nimmt, macht es alles nicht gerade leichter. Auch ich ärgere mich über vieles in der Welt, es läuft weiß Gott nicht alles, wie wir uns das alle wünschen“, sagte das Bayern-Urgestein: „Wahrscheinlich ist meine Art, mit dem Leben umzugehen, auch ein Stück Selbstmanipulation. Humor schadet nicht. Im Gegenteil. Und mir hilft mein gesundes Umfeld, um auch mal den Blick zu heben. Fußball ist schön. Aber nicht alles im Leben.“