Hertha BSC kommt im Heimspiel gegen den VfL Bochum nicht über ein 1:1 Remis hinaus und tritt in der Tabelle weiter auf der Stelle. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Das Team von Trainer Tayfun Korkut startete stark in die Partie und kam durch Ishak Belfodil in der 23. Minute zur verdienten Führung.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann der Schock: Der eingewechselte Sebastian Polter war nach einem Torwartfehler von Alexander Schwolow zur Stelle und schob lässig zum 1:1 ein. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

„Ich habe mir mehr versprochen, besonders nach der ersten Halbzeit, wo wir besser waren“, erklärte Herthas Marc-Oliver Kempf nach der Partie bei DAZN. „Es ist enttäuschend, dass du nur mit einem Punkt dastehst, wir haben den Schwung nicht in die zweite Halbzeit mitgenommen.“

Über die Enstehung des Bochumer Ausgleichs sagte der 27-Jährige: „Es war ein Torschuss, der auf Ping-Pong Art und Weise zu Polter kommt. Ich glaube so ein Tor darf uns heute nicht passieren.“

Die Hertha bleibt damit auch im fünften Spiel in Serie sieglos und steckt weiterhin im Abstiegskampf. Bochum liegt weiter einen Rang über den Berlinern und hat jetzt 25 Punkte nach 21 Spielen auf dem Konto.

„Nach der ersten Halbzeit können wir mit dem Punkt zufrieden sein“, sagte Bochums Torschütze Polter. „Wir haben einen Abstiegskonkurrenten auf Abstand gehalten. Unsere erste Halbzeit war die schlechteste der Saison, da ist uns gar nichts gelungen. In der Halbzeit haben wir das angesprochen und sind jetzt mit dem Punkt zufrieden.“

Kempf überzeugt bei Hertha-Debüt

Von den vier im Winter verpflichteten Neuzugängen stand Kempf bei Hertha sofort in der Startelf. Der aus Stuttgart gekommene Innenverteidiger soll die zweitanfälligste Abwehr der Liga stabilisieren – was Kempf gegen den VfL auch über weite Strecken gelang.

Bochum-Trainer Thomas Reis ersetzte sein „Herzstück“, wie er den an Corona erkrankten Kapitän Anthony Losilla nannte, durch Robert Tesche im defensiven Mittelfeld. Doch Losilla fehlte dem Team vor allem in der schwachen ersten Hälfte. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Es ist wichtig, dass wir mutig sind, nach vorne spielen und dem Gegner unseren Spielstil aufdrucken“, hatte Korkut vor dem Anpfiff gefordert.

Entsprechend druckvoll begannen die Hausherren, die durch Vladimir Darida zwei Chancen (4. und 5.) zur frühen Führung hatten. Hertha wirkte wacher, aggressiver und lauffreudiger, die 1:0-Führung durch einen platzierten Belfodil-Kopfball nach Flanke von Stevan Jovetic war absolut verdient.

„Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt. Wir hätten das ein oder andere besser ausspielen können. Der einzige Schuss aufs Tor führt dann zum Ausgleich, danach war es eine offene Halbzeit“, sagte Korkut. „Wir müssen leider mit dem Punkt leben, nach der ersten Halbzeit wäre mehr drin gewesen, aber jetzt gehen wir in das nächste Spiel.“

Die Bochumer versuchten vor 3000 Zuschauern zunächst, mit langen Bällen aus der eigenen Hälfte auf die schnellen Gerrit Holtmann und Takuma Asano zum Erfolg zu kommen.

Doch die Hertha-Abwehr war in der Regel auf der Hut. Hertha zog sich mit zunehmender Spieldauer etwas zurück, doch die Bochumer konnten mit dem erhöhten Ballbesitz zunächst kaum etwas anfangen.

VfL-Trainer Reis reagierte auf den Rückstand und brachte zur zweiten Hälfte frische Kräfte – darunter auch Polter, der sich mit dem schnellen 1:1 hervorragend einfügte.

„Wir sind zufrieden, wir wollten was mitnehmen und das haben wir getan. Mit der ersten Hälfte war ich nicht zufrieden, wir hatten kein Feuer und keine Zweikampfhärte und hatten nur Glück, dass Hertha offensiv nicht so oft vor das Tor gekommen ist“, erklärte Reis.

Nach der zweiten Hälfte gehe das Unentschieden in Ordnung, „da ist es mir auch auswärts egal, wie das zustande kommt“, schloss der 48-Jährige.

Den Gästen gab der Treffer Rückenwind, doch auch die Berliner erhöhten zum Spielende hin den Druck. Am Ende blieb es trotzdem beim Remis.

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