Da sage noch einer, der Videobeweis raube dem Fußball die Emotionen. 

Die ganzen Diskussionen über die umstrittenen Bayern-Tore im Supercup gegen Borussia Dortmund liefert schon fast genügend Stoff für eine ganze Saison.

Nach dem Supercup-Titel macht Bayern-Coach Carlo Ancelotti eine Ansage an die Konkurrenz. BVB-Trainer Peter Bosz erklärt das Geheimrezept für Mario Götze.

Nach dem Supercup-Titel macht Bayern-Coach Carlo Ancelotti eine Ansage an die Konkurrenz. BVB-Trainer Peter Bosz erklärt das Geheimrezept für Mario Götze.

Einem geht das ganze Thema aber offensichtlich ganz gewaltig gegen den Strich. 

Maik Barthel, einer der Berater von Bayern-Torjäger Robert Lewandowski, wütete bei Twitter über das späte 2:2 der Bayern (87.), das letztlich BVB-Keeper Roman Bürki mit einem Eigentor fabrizierte.

https://twitter.com/MaikBarthel/status/893952749540433920

„Nach dem 2:2 jede Emotion durch den Video-Beweis getötet“, schrieb Barthel.

Abseits oder Handspiel?

Grund der ganzen Aufregung: Die Münchner mussten das Votum des Video-Schiedsrichters abwarten, ehe sie den Ausgleich bejubeln konnten. 

Den hatte Referee Felix Zwayer angefunkt. Ob wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung Joshua Kimmichs oder einem möglichen Handspiel durch Niklas Süle – das blieb auch nach dem Abpfiff immer noch ein Rätsel. Einige Dortmunder Spieler hatten Handspiel reklamiert, die anderen einen Abseitspfiff gefordert.

Sahin: „Da stehst du da und wartest“

Auf einige der Beteiligten wirkte die Szene samt ihrem Nachspiel ebenfalls befremdlich. “Es ist schon ungewohnt: Man muss immer noch einmal kurz abwarten, bevor man sich freut“, sagte Mittelfeldspieler Sebastian Rudy, der das Tor mit einem Freistoß eingeleitet hatte.

Und Borussia Dortmunds Nuri Sahin meinte: „Da stehst du dann da und wartest auf eine Entscheidung. So kommen bei so einem Spiel dann auch vier Minuten Nachspielzeit zu Stande.“

Kritische Stimmen, die Lewandowski-Berater Barthel in seiner Meinung bestätigten dürften.