Es war lange ungewöhnlich still im Rhein-Energie-Stadion. Im Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt fielen die Fans des 1. FC Köln eine Halbzeit lang mit einem spontanen Stimmungsboykott auf.

Hintergrund des Protests waren Vorkommnisse vor Anpfiff der Partie. Kölner Ultras sollen von der Polizei eingekesselt worden sein, einige von ihnen wurden offenbar sogar in Gewahrsam genommen, als gewaltsame Auseinandersetzungen drohten.

Hunderte Anhänger des FC sollen vor der Begegnung in Müngersdorf gezielt nach Fans der Frankfurter Eintracht gesucht haben, die ebenfalls auf Konflikte aus waren. Die Polizei war schwer beschäftigt damit, beide Lager voneinander zu trennen.

Als Reaktion auf die Vorkommnisse entschieden sich die großen Kölner Fangruppen im Stadion zum Boykott. Lautstarke Unterstützung kam nur von den Oberrängen der Südtribüne, außerdem wurden die Banner und Fahnen verkehrt herum aufgehangen.

Ab der zweiten Halbzeit machten alle Fans allerdings wieder wie gewohnt Stimmung und feuerten ihre Mannschaft im eigenen Stadion an.

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