Fünf Wochen lang lebte der Ur-Dortmunder Kevin Großkreutz zusammen mit Münchnern und Schalkern. Das klingt nach einer explosiven Mischung. Doch zu Reibereien kam es in dieser ungewöhnlichen WG nicht.

Im Gegenteil. Die gute Stimmung im Campo Bahia war die Grundlage für den Gewinn des vierten Weltmeistertitels.

Jetzt sind die deutschen Nationalspieler zurück bei ihren Klubs - Borussia Dortmund und der FC Bayern stehen sich bereits am Mittwoch im Supercup (Mi. ab 17.30 Uhr auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) wieder gegenüber.

Die in Brasilien entstandenen Freundschaften rücken dann für mindestens 90 Minuten in den Hintergrund. „Auf dem Platz kennt man keine Freunde. Da werde ich wieder alles raushauen“, sagt Großkreutz bei SPORT1 (Das komplette Interview ab 18.30 Uhr im TV bei Bundesliga Aktuell).

Schweinsteiger als wichtige Stütze

Dabei wird er nicht mehr an die harmonischen Tage denken. Die hat Großkreutz nämlich in Brasilien erlebt. „Wir haben uns alle prima verstanden und sind Freunde geworden. Deswegen haben wir den Titel geholt“, erklärt Großkreutz.

Gerade der Vizekapitän hat ihm die Zeit als Ersatzspieler erleichtert. Schweinsteiger wurde in Brasilien zu einem richtigen Kumpel. „Er hat mir von Anfang an sehr geholfen. Wir saßen oft zusammen und haben Scherze gemacht“, sagt Kevin Großkreutz über das WG-Leben.

Weiterhin regelmäßiger Kontakt

Auch jetzt tauschen die beiden Konkurrenten vom Mittwoch noch regelmäßig Nachrichten aus. Schweinsteiger selber hat den Dortmunder zuletzt hervorgehoben. Es ging um einen nächtlichen Schmähgesang, für den sich der Bayern-Spieler anschließend entschuldigte.

„Ich verstehe mich mit allen Spielern von Borussia Dortmund gut, speziell mit Kevin Großkreutz“, sagte Schweinsteiger in einer Videobotschaft.

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Dieses kleine Scharmützel ist aber längst vergessen. Großkreutz denkt nur noch an das nächste Pflichtspiel.

Der anstehende Supercup ist für ihn aufgrund des Gegners von Bedeutung. „Natürlich ist das immer etwas Besonderes. Bayern ist ein großer Verein und wir auch“, betont der 26-Jährige. Nebenbei geht es auch um den ersten Titel in der neuen Saison.

Ob es auf dem Rasen des Signal Iduna Parks wirklich zum direkten Duell der neuen Freunde kommt, bleibt abzuwarten. Die Nationalspieler sind nach verlängertem Urlaub erst später zu ihren Teams gestoßen.

Zudem musste Schweinsteiger im Spiel gegen die MLS-Allstars einen Schlag auf den Knöchel einstecken. Zwar spürte er bei seiner Rückkehr kaum noch Beschwerden, dennoch ist sein Einsatz am Mittwoch fraglich.

Einladung auf die Südtribüne

Für Schweinsteiger könnte es bald übrigens wieder einen Trip ins Ruhrgebiet geben. Dazu müsste er die Einladung seines Kumpels annehmen. Großkreutz will Schweinsteiger seinen Lieblingsplatz im Dortmunder Stadion zeigen.

„Er kann gerne mal vorbeikommen und sich die Südtribüne angucken“, betont der Borusse.