Es war die Schocknachricht unter der Woche für alle Löwen-Fans: Sascha Mölders steht bis auf Weiteres nicht mehr im Kader der Löwen. Was bei den Fans für Unruhe sorgte, schien die Mannschaft derweil nicht zu beeindrucken.
Im ersten Spiel nach dem Eklat traf 1860 München am 19. Spieltag der 3. Liga auf die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund und sorgte mit dem 2:0 (1:0)-Erfolg wieder für positive Schlagzeilen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 3. Liga)
Stefan Lex brachte die Gäste aus München in der 25. Minute per Kopf in Führung. Richy Neudecker hatte den Ball nach einer guten Kombination aus dem Halbfeld in den 16-er gebracht, wo der 1,78 Meter große Lex artistisch ins Eck verwandelte. Zuvor hatte Löwen-Keeper Marco Hiller gleich zwei Mal glänzend pariert und 1860 vor einem Rückstand bewahrt.
In der Folge entwickelte sich eine ansehnliche Partie, in der keine der beiden Mannschaften zwingend überlegen war.
1860 München zeigt Reaktion nach Mölders-Eklat
Die zweite Halbzeit begann daraufhin furios: Zunächst setzte BVB-Stürmer Berkan Taz einen Freistoß von der Strafraumgrenze ans Außennetz und nur zwei Minuten später baute 1860 München seine Führung aus, als Marcel Bär einen Eckball von Neudecker in der 49. Minute verwerten konnte.
Die Münchner zeigten sich ab diesem Zeitpunkt souverän, kamen immer wieder gefährlich vors Tor und konnten am Ende einen verdienten Erfolg im Stadion rote Erde feiern.
Magdeburg und Braunschweig marschieren weiter
Ein Erfolg blieb dem Tabellenführer der 3. Liga indes beinahe verwehrt. Der 1. FC Magdeburg besiegte den VfL Osnabrück nur knapp mit 2:1 (1:0) und musste bis kurz vor Schluss zittern. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 3. Liga)
Dabei spielten beide Mannschaften mit offenen Visieren, die Keeper Dominik Reimann und Philipp Kühn auf Seiten der Osnabrücker standen mehrmals im Fokus und reagierten einige Male glänzend.
Jan-Luca Schuler hatte in der 35. Minute schließlich die Führung für die Magdeburger erzielt, Lukas Kunze glich in der 62. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumgrenze nach Vorarbeit von Marc Heider aus.
Baris Atik hatte in der 48. Minute die Chance zum 2:0 für das Team von Trainer Christian Titz vergeben, als er aus kurzer Distanz am überragenden Kühn scheiterte. Dieser wäre in der Nachspielzeit beinahe zum Matchwinner avanciert, als er einen Foulelfmeter von Baris Atik parierte. Doch den Nachschuss konnte der VfL-Keeper nicht mehr abwehren und so kam der Türke zu seinem neunten Saisontreffer.
Marcel Risse wird zum tragischen Helden
Weniger spektakulär, dafür mit einem tragischen Helden endete die Partie von Magdeburg-Verfolger Braunschweig, die Viktoria Köln mit 1:2 (1:0) bezwingen konnten. Marcel Risse verwandelte dabei zunächst einen Foulelfmeter in der 3. Minute zur Führung für die Gastgeber, die über weite Strecken mit dem Top-Team der 3. Liga mithalten konnten. (DATEN: Die Tabelle der 3.Liga)
Nach dem 1:1 für Braunschweig durch Lion Lauberbach hatte Risse in der 79. Minute nach einem Handelfmeter erneut die Chance zur Führung, scheiterte allerdings an Löwen-Keeper Jasmin Fezic. Benjamin Girth brachte die Gäste schließlich in der 86. Minute in Führung und sorgte somit dafür, dass die Braunschweiger mit Tabellenführer Magdeburg Schritt halten konnten.
Kein Sieger im Keller-Duell
Vier Tore, aber keinen Sieger gab es derweil im Keller-Duell zwischen dem MSV Duisburg und dem SC Verl. Die Duisburger, die auf Moritz Stoppelkamp verzichten mussten, kamen gegen das Team von Guerino Capretti nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und verpassten damit die Chance, sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren.
Orhan Ademi hatte in der 24. Minute die große Chance zur Führung für den MSV, setzte den Ball nach schöner Vorarbeit von Kolja Pusch aber aus wenigen Metern aus halbrechter Position neben das Tor. Doch nur zehn Minuten später machte es der Schweizer besser und versenkte nach schöner Vorarbeit von Routinier Aziz Bouhaddouz zur 1:0-Führung.
Diese hätte der ehemalige Bundesligist wohl auch in die Kabine mitgenommen, wenn sich Tobias Fleckstein in der 41. Minute nicht beim Abschlag von Verl-Keeper Robin Brüseke verschätzt hätte. Den Stellungsfehler nutzte Cyrill Akono gnadenlos aus und glich mit seinem vierten Saisontreffer noch vor der Pause aus.
In der zweiten Halbzeit sorgte dann Lukas Petkov in der 57. Minute mit einem Traumtor in Arjen Robben-Manier für das schönste Tor des Tages, ehe Bouhaddouz per Elfmeter zum 2:2-Endstand (67.) traf. Am Ende ein Punkt, der beiden Mannschaften wenig hilft, Verl ist nun auf Platz 17 mit nur einem Punkt Vorsprung vor dem Tabellen-18. Duisburg.
Mannheim und Saarbrücken bleiben oben dran
In den anderen beiden Partien trennten sich der TSV Havelse und Waldhof Mannheim 1:2 (0:1), Saarbrücken siegte knapp gegen den SC Freiburg II mit 1:0 (1:0). Waldhof ging gegen die Hannoveraner früh der Tore durch Marcel Costly (5.) in Führung, ehe Noah Plume nach einem Freistoß aus dem Halbfeld den Ausgleich für Havelse erzielte (47.).
In einem ereignisarmen Spiel avancierte schließlich der Ex-Heidenheimer Marc Schnatterer mit seinem Treffer in der 88. Minute zum Matchwinner und bewahrte die Mannheimer damit vor dem Punktverlust.
Den hätten sie sich ob des Erfolges der Saarbrückener auch nicht leisten können, für die Manuel Zeitz in der 44. Minute das Tor des Tages erzielte. Die Saarländer bleiben damit in der Tabelle am Spitzen-Trio dran und stehen mit 33 Punkten nur einen Punkt hinter Mannheim und zwei hinter Braunschweig.