Oliver Baumann hat sich als erster deutscher Nationalspieler kritisch zu den gescheiterten Plänen von FIFA-Präsident Gianni Infantino geäußert.
Der Torhüter der TSG Hoffenheim sagte zur Bild-Zeitung: „Lasst uns den Fußball doch bitte den Fußball sein lassen, damit es um den Sport geht.“
Der Sport und der Fußball seien „doch so schön, sie leben von den Emotionen und von dem Spiel selbst. Das darf nicht verfliegen.“ Baumann warnte davor, dass die Lust am Sport verloren gehen könnte, „weil er so sehr verändert wird“.
Baumann erzählt von WM-Geldmacherei der FIFA
Infantino ist jüngst mit seinen Plänen, kommerzielle Rechte an den wichtigsten FIFA-Turnieren zu verkaufen, gescheitert.
Angesprochen auf die Geldmacherei des Weltverbandes, sprach Baumann über eine kuriose Maßnahme, die er bei der Weltmeisterschaft mit dem DFB-Team erlebt hatte.
„Wir hatten am Trikot so kleine Badges. Bei den Spielern, die länger dabei sind oder schon mehrere Weltmeisterschaften gespielt haben, stand ‚Legacy‘ drauf, bei mir ‚Debütant‘ oder so etwas in der Art“, berichtete der Keeper.
Was es damit auf sich hatte? „Mir wurde erklärt, dass damit wohl auch noch Geld gemacht wird. Da denke ich mir nur: ‚Lasst mein Trikot in Ruhe, ich will das wieder mitnehmen.’“