Die UEFA ruft angesichts der Investorenpläne der FIFA am Donnerstagnachmittag alle europäischen Mitgliedsverbände zu einer Krisensitzung zusammen. Das teilte der norwegische Fußballverband dem öffentlich-rechtlichen Rundfunksender NRK mit. Dann sollen die Spitzen der 55 Landesverbände über das weitere Vorgehen beraten.
Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness schloss sich der Kritik am neusten Vorhaben des Fußball-Weltverbands an. „Wir sind zutiefst besorgt über die Entwicklung in der FIFA“, sagte die 45-Jährige: „Wir stellen uns hinter die Erklärung der UEFA in dieser Angelegenheit.“
„Die Entwicklungen der letzten Tage können nicht isoliert verstanden werden“, warnte Klaveness: „Wir haben über längere Zeit, in vielen verschiedenen Angelegenheiten, sowohl intern als auch extern, Besorgnis über zunehmend mangelhaft gewordene Prozesse in der FIFA-Führung zum Ausdruck gebracht.
UEFA ergreift Initiative
„Dazu gehören „fehlende Transparenz“ sowie „die notwendige Armlänge zu Staatschefs und externen Interessenten, die Entwicklungen des Fußballs beeinflussen wollen“.
Der norwegische Fußballverband NFF werde sich nun einen vollständigen Überblick verschaffen, sagte Klaveness und stellte eine enge Zusammenarbeit mit der UEFA in Aussicht: „Es ist gut und wichtig, dass die UEFA jetzt die Initiative ergreift, um die Reaktion der europäischen Verbände zu koordinieren.“