Mit dem Einzug ins Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft 2026 feierte die Schweiz ihr bestes Ergebnis seit mehr als 70 Jahren. Nun möchte sich der Fußballverband für die Zukunft noch besser aufstellen und seine sportlichen Strukturen neu ausrichten. Eine Schlüsselrolle dabei übernimmt Marinko Jurendic, der ehemalige Sportdirektor des FC Augsburg.
Der 48-Jährige wird neuer Chief Sports Officer (CSO) und verantwortet künftig den gesamten sportlichen Bereich des Verbands. Nach Angaben des SFV führt Jurendic in seiner neuen Funktion die Direktionen Männer-Nationalteams, Frauenfußball und Fußballentwicklung.
„Die Position des CSO bietet die große Chance, die sportlichen Bereiche enger zusammenzuführen, zu verbinden und eine gemeinsame sportliche Ausrichtung über alle Stufen hinweg zu entwickeln“, wird Jurendic in einer offiziellen Mitteilung zitiert: „Unser Anspruch muss es sein, die besten Voraussetzungen für die Entwicklung unserer Talente und für den nachhaltigen Erfolg des Schweizer Fußballs zu schaffen.“
Jurendic begleitet in Augsburg die Vor-Wagner-Ära
Für Jurendic ist es die erste Station seit seinem Abschied aus Augsburg. Der frühere Profi war von August 2023 bis Mai 2025 Sportdirektor des Bundesligisten. 2024 feierte der FCA mit Platz 11 auch dank der Arbeit von Jurendic seine beste Saison seit 2015 (Platz 5).
Trotz sportlicher Erfolge und der Vermeidung des Abstiegskampfes entschied sich der FCA nach dem Ende der Saison 2024/25 für einen personellen Neuanfang und trennte sich sowohl von Jurendic als auch von Chefcoach Jess Thorup, ehe Sandro Wagner folgte.
Mit dem Schweizer Verband ist Jurendic bereits bestens vertraut. Schon zwischen 2009 und 2017 war er dort tätig – zunächst in der Nachwuchsförderung, später als stellvertretender Technischer Direktor. Es folgten Stationen als Geschäftsführer Sport beim FC Zürich sowie mehrere Trainerämter. Nun kehrt er in neuer Funktion zurück.