1860 München geht mit Alper Kayabunar als Cheftrainer in die kommende Saison der Regionalliga Bayern. Der 40-Jährige unterschrieb nach der Insolvenz der Profiabteilung des krisengeplagten Traditionsklubs bei der neuen Spielbetriebs-GmbH bis Sommer 2028. Vincent Saller (27) wird Kayabunar als Co-Trainer zur Seite stehen.
„Alper und Vincent haben in der vergangenen Saison in der Bayernliga Süd hervorragende Arbeit abgeliefert und den Meistertitel geholt. Auch in der Saisonvorbereitung konnten die beiden zeigen, dass sie die Richtigen für diese Aufgabe sind“, sagte Thomas Probst, Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH.
1860: Kompletter Neustart in der Regionalliga
Kayabunar hatte bereits in der vergangenen Saison zwei Spiele als Interimstrainer der Profimannschaft in der 3. Liga gegen Viktoria Köln (2:2) und beim SV Wehen Wiesbaden (0:1) gecoacht. In der Bayernliga Süd sammelte er mit der Löwen-Reserve in 32 Spielen 68 Punkte und feierte die Meisterschaft. Zuvor hatte er drei Jahre lang Türkgücü München trainiert, für das er zuvor auch als Spieler aktiv war.
Durch die Kündigung des Kooperationsvertrags mit der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA und dem Zwangsabstieg in die Regionalliga beginnt an der Grünwalder Straße eine neue Zeitrechnung. Die Trennung von Markus Kauczinski war schon länger beschlossene Sache. Kayabunar leitete in den vergangenen Wochen bereits das Training bei den „Sechzgern“. Mit der Unterschrift ist er nun auch offiziell im Amt bestätigt.
Vergangene Woche wurden bereits die ersten Verpflichtungen der neuen Fußball-Abteilung unterzeichnet. Die historische erste Unterschrift setzte Tunay Deniz. Wenig später wurde auch der Verbleib von Routinier Florian Niederlechner verkündet. Neben dem neuen Personal müssen sich die Fans auch an ein neues Logo gewöhnen. Der ikonische Löwe darf aus Markengründen nicht mehr auf den Trikots genutzt werden.
Für 1860 beginnt die Regionalligasaison erst am zweiten Spieltag (1. August, 14.00 Uhr) mit einem Duell beim Drittliga-Absteiger Schweinfurt 05. Nach dem Abstieg hatten sich die Löwen in der 19er-Staffel am ersten Spieltag spielfrei gewünscht, um mehr Zeit für die Planung bis zum Pflichtspielauftakt in der Liga zu erhalten.