DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat am Rande der Weltmeisterschaft einmal mehr die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs herausgestellt.
„Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus widersprechen den Werten des Fußballs. Sie widersprechen den Regeln der Menschlichkeit. Und deshalb setzen wir ihnen etwas entgegen: Unseren Fußball. Und damit Fair Play, Respekt und Zusammenhalt. Der DFB steht klar für Vielfalt und gegen jede Form der Ausgrenzung – dieser Anspruch ist in unserer Satzung verankert und prägt unser Handeln“, sagte Neuendorf bei einem Panel im UN-Gebäude in New York City.
Neuendorf wies dabei erneut auch auf die aus der „teilweise beschämenden“ Geschichte erwachsene besondere Verantwortung des DFB hin. Der Verband und die meisten seiner Repräsentanten hätten sich mit dem NS-Regime gemein gemacht, sagte der 64-Jährige: „Gerade, wenn ich das Geschehen in Deutschland, in der Welt betrachte, dann habe ich das Gefühl, die Erinnerung verblasst.“ Es gebe Kräfte, die sich dies wünschten, „deshalb müssen wir klar sagen, heute und in Zukunft: Nie wieder!“
Der DFB-Präsident sprach auf Einladung der Vereinten Nationen (UN), des World Jewish Congress und der NGO „what matters“ bei einer Veranstaltung mit dem Thema „More than 90 Minutes – Sport and Football as a Platform to Fight Antisemitism and Discrimination“.
Bereits zu Beginn des Turniers hatte sich Neuendorf mit DFB-Generalsekretär Holger Blask und Sportdirektor Rudi Völler ein Bild von der Mexiko-Hilfe der DFB-Stiftung Egidius Braun gemacht. Der langjährige DFB-Präsident Braun habe vorgelebt, so Neuendorf, „was eigentlich selbstverständlich ist, was uns allen doch eigentlich von Natur aus gegeben sein sollte: Menschlich zu sein. Menschlichkeit zu zeigen, Menschlichkeit zu leben.“