Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den früheren tschechischen Trainer Petr Vlachovsky wegen schwerer Verfehlungen lebenslang gesperrt. Der 42-Jährige darf nach einer Entscheidung der Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer (CEDB) „auf Lebenszeit keinerlei fußballbezogene Tätigkeit ausüben“, wie die UEFA am Dienstag mitteilte.

UEFA sperrt Trainer lebenslang

Vlachovsky war im vergangenen Jahr von einem tschechischen Gericht wegen heimlicher Videoaufnahmen von Spielerinnen in Umkleiden und Duschen zu einer einjährigen Haftstrafe auf Bewährung sowie zu einem fünfjährigen Berufsverbot verurteilt worden. Er wurde für schuldig befunden, über einen Zeitraum von vier Jahren insgesamt 14 Spielerinnen gefilmt zu haben.

Die UEFA forderte den Weltverband FIFA auf, die Sperre weltweit anzuerkennen, und wies zugleich den tschechischen Verband an, Vlachovsky die Trainerlizenz zu entziehen. Der Coach hatte fast 15 Jahre lang Mädchen- und Frauenteams beim Erstligisten 1. FC Slovacko betreut und war im September 2023 festgenommen worden, nachdem die Polizei die heimlich aufgenommenen Videos im Internet entdeckt hatte.

Zudem wurde bei ihm Material mit Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern gefunden. Nach Angaben der Spielergewerkschaft FIFPRO erfuhren die Spielerinnen von den Aufnahmen erst nach der Festnahme; die Kamera sei in einem Rucksack versteckt, die jüngste Betroffene 17 Jahre alt gewesen.

FIFPRO begrüßte die Entscheidung der UEFA und erklärte: „Dieses Ergebnis sendet eine starke und notwendige Botschaft, dass missbräuchliches und unangemessenes Verhalten im Fußball keinen Platz hat.“ Vlachovsky hatte zuvor unter anderem auch die tschechische U19-Nationalmannschaft der Frauen trainiert und war einst als bester Frauencoach des Landes ausgezeichnet worden.

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