Jorge Valdano hat eine klare Botschaft an Real Madrid gesendet: Sollten die Königlichen wirklich erneut auf José Mourinho setzen, wird der Portugiese aus Sicht der Real-Legende die Wende nicht im Alleingang schaffen.

„Mourinho wird nicht derjenige sein, der alle Probleme löst, die Real Madrid hat“, sagte Valdano am Donnerstag bei der Vorstellung von Alfredo Relaños Buch „366 Fußballer aller Zeiten, die Geschichte geschrieben haben“ im Ateneo in Madrid.

Reals damaliger Generaldirektor Jorge Valdano 2010 bei der Präsentation von José Mourinho als Trainer von Real Madrid
Reals damaliger Generaldirektor Jorge Valdano 2010 bei der Präsentation von José Mourinho als Trainer von Real MadridReals damaliger Generaldirektor Jorge Valdano 2010 bei der Präsentation von José Mourinho als Trainer von Real Madrid© IMAGO/Alterphotos

Kehrt Mourinho nach Madrid zurück?

Valdano machte deutlich, wo er die Stellschrauben sieht: „Man wird Spieler auf Schlüsselpositionen verpflichten müssen.“ Und noch mehr: „Es muss sogar eine Revolution der Führung innerhalb der Kabine geben.“

Auch für Fans, die bei einer möglichen Mourinho-Rückkehr mit dem Gedanken spielen, dem Klub den Rücken zu kehren, hatte der frühere argentinische Nationalspieler einen Rat: „Haltet durch. Ich werde trotz des Zerwürfnisses Real-Madrid-Fan bleiben. Haltet durch, haltet durch.“

Valdano war von 1984 bis 1987 Stürmer bei Real sowie von 1994 bis 1996 Trainer der Königlichen. 2009 übernahm er dann den CEO-Posten. Mourinho wiederum war von 2010 bis 2013 erstmals Trainer bei Real.

Valdanos WM-Favoriten: Spanien „vielleicht an erster Stelle“

Mit Blick auf die Weltmeisterschaft in diesem Sommer nannte Valdano vier Topfavoriten: Argentinien, Spanien, Frankreich und Portugal. Spanien sieht er „vielleicht an erster Stelle“ – wegen der Qualität im Mittelfeld, das „immer mit einem Vorteil“ starte.

Entscheidend sei aber, dass Lamine Yamal und Nico Williams nach ihren Problemen in den vergangenen Monaten rechtzeitig in Form kommen: „Sie sind die Spieler, die dem Spiel Gefahr hinzufügen.“

Ohne dieses Tempo auf den Außen drohe Spanien laut Valdano „an tausend Kontakten zu sterben“ – wie schon in Katar und in Russland: „Mit dem Ball reden und am Ende nur beim Reden bleiben.“

Jorge Valdano 2025 mit Arsenals Meistertrainer Mikel Arteta
Jorge Valdano 2025 mit Arsenals Meistertrainer Mikel ArtetaJorge Valdano 2025 mit Arsenals Meistertrainer Mikel Arteta© IMAGO/Shutterstock

Sein Heimatland Argentinien lobte er, weil es nach den Triumphen bei der Copa América (2021 und 2024) und der WM (2022) „den Hunger nicht verloren“ habe.

Und zur Aufstockung auf 48 Teams sagte Valdano: Es werde „mehr skandalöse Ergebnisse als je zuvor“ und „mehr defensive Taktiken“ geben. In der Hitze wäre Ballkontrolle Trumpf: „Wer nur lange Bälle spielt, bringt sich um.“

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