Enrique Riquelme will Florentino Pérez bei der Präsidentenwahl von Real Madrid herausfordern – doch der Weg auf den Stimmzettel führt über die Banken. Wackelt die Kandidatur jetzt doch?

Die Klub-Statuten verlangen aktuell eine Bürgschaft von rund 187 Millionen Euro. Ausgerechnet die spanischen Institute halten sich dabei nach übereinstimmenden Medienberichten aber zurück.

Enrique Riquelme benötigt eine Bürgschaft um offiziell als für das Präsidentenamt zu kandidieren
Enrique Riquelme benötigt eine Bürgschaft um offiziell als für das Präsidentenamt zu kandidierenEnrique Riquelme benötigt eine Bürgschaft um offiziell als für das Präsidentenamt zu kandidieren© IMAGO/Alterphotos

Im Fokus der Verhandlungen steht nach Informationen aus Spanien die kanadische Bank The Bank of Nova Scotia (Scotiabank). Das Institut war bereits an der Finanzierung einer Übernahme der von Riquelme gegründeten Gruppe Cox Energy beteiligt und wird sich voraussichtlich erneut mit dem Herausforderer zusammentun.

Für seine Kandidatur braucht Riquelme allerdings mehr als eine Zusage: Riquelmes Umfeld soll laut den Berichten daher mit weiteren internationalen Häusern verhandeln; auch First Abu Dhabi Bank wird als Kontakt genannt. Entscheidend ist dabei, dass die Garantie über eine Bank läuft, die eine Niederlassung in Spanien besitzt.

Riquelme kündigte Kandidatur bereits offiziell an

Parallel hat Riquelme den politischen Startschuss im Klub bereits gesetzt. Wie RTVE berichtete, informierte er den Wahlrat schriftlich über seine Kandidatur. In dem Schreiben betont er, dass er „den Willen hat, als Präsidentschaftskandidat von Real Madrid anzutreten und die entsprechende Kandidatur für den Vorstand anzuführen, dessen formelle Präsentation zeitnah gemäß den geltenden Vorschriften erfolgen wird“.

Für die vollständige Einreichung bleibt ihm offenbar nur ein enges Zeitfenster: bis Samstag, 23. Mai. Dazu muss Riquelme einige satzungsmäßigen Voraussetzungen erfüllen, darunter eine festgelegte Mitgliedsdauer, die spanische Staatsangehörigkeit und eine Bürgschaft in Höhe von 15 Prozent des Budgets.

Sind alle Punkte erfüllt käme es im Bernabéu zur Machtprobe mit Amtsinhaber Florentino Pérez – und zu einer Wahl, bei der wohl nicht nur sportliche Argumente zählen.

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