Joao Palhinha durchlebt keine leichte Zeit. Mit Tottenham Hotspur kämpft er aktuell gegen den Abstieg aus der Premier League und in München plant man eigentlich nicht mehr so richtig mit dem Portugiesen – obwohl er noch bis 2028 einen Vertrag beim FC Bayern hat.
Fakt ist: SPORT1-Informationen zufolge wäre man an der Säbener Straße froh, wenn die Spurs ihre Kaufoption über 25 Millionen Euro ziehen würden. Palhinha würde sich für die Münchner zwar trotzdem noch als überteuerter Transfer entpuppen, der finanzielle Schaden würde sich aber in Grenzen halten.
Kein Platz für Palhinha im System von Kompany
Dass die Klub-Strategen aktuell auf der Suche nach Alternativen auf der Sechserposition sind und dort obendrein Tom Bischof als Ersatz für Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic eingeplant ist, spricht Bände. Im System von Trainer Vincent Kompany hätte Palhinha ohnehin nur schwer einen Platz – das bewies bereits die Saison 2024/25.
Das Problem: In London dürfte man kaum bereit sein, die genannten 25 Millionen zu berappen. Der Klub hat im Abstiegskampf schlicht andere Probleme und müsste seinen Etat in der englischen Championship nach unten korrigieren. Palhinha könnte also in eine Sackgasse geraten. In München braucht man ihn nicht, für die Spurs ist er zu teuer.
„Es ist natürlich eine schwierige Situation in seinem Klub gerade. Die haben eine sehr, sehr schwierige Situation für die letzten Spiele. Joao ist ein Kämpfer, der jetzt immer wieder reingekommen ist und hatte einen super Start in Tottenham“, sagte Sportdirektor Christoph Freund am Freitag auf SPORT1-Nachfrage. Es sei daher schwer, konkrete Aussagen über Palhinhas Zukunft zu tätigen.
FC Bayern drückt Tottenham die Daumen
Das klang nicht so, als sei man in München mit der Entwicklung zufrieden. Von Anfang an war der Deal mit den Spurs eigentlich so gedacht, dass man den Spieler im Sommer 2026 dorthin fest verkauft. Womöglich drückt man den Engländern also die Daumen, damit die im letzten Moment doch noch die Kaufoption zu den aktuellen Konditionen ziehen.
Auch Bayern-Trainer Vincent Kompany will sich derzeit noch nicht mit der Personalie beschäftigen: „Wir kennen seine Qualitäten und wissen, was für ein Spieler er ist. Ich glaube, dass er aktuell nur ein Ziel hat, nämlich den Klassenerhalt zu sichern“, erklärte der Belgier und blieb damit maximal vage.
Das ist leicht zu erklären: Kompany hat in der heißen Phase der Saison selbst ganz andere Themen auf dem Tisch als die Zukunft von Palhinha. Der Trainer erklärte nämlich außerdem, dass er inzwischen nicht mehr so viel Zeit habe, die Spiele von Tottenham zu verfolgen. Das sei zu Beginn der Spielzeit anders gewesen.
Auch das ist für den Portugiesen keine gute Nachricht.