Die kuriosen Vorfälle um das Knie von Kylian Mbappé bleiben undurchsichtig – und sind nun um ein weiteres Kapitel reicher.
Der Superstar soll von seinem Verein, Real Madrid, dazu angehalten worden sein, die erstaunlichen Berichte zur eigenen medizinischen Abteilung zu dementieren.
Zur Erinnerung: Diverse Medien hatten berichtet, dass in Madrid das falsche Knie Mbappés untersucht worden sei. Frankreichs Nationalspieler hatte dies später abgestritten.
Journalist behauptet: Mbappé hat gelogen
Der französische Journalist Daniel Riolo – der die Vorgänge zuerst an die Öffentlichkeit herangetragen hatte – legte nun nach.
In seiner Sendung „After Foot“ bei RMC Sport erklärte er: „Es gab Treffen auf höchster Ebene. Die in After Foot veröffentlichte Information wurde von allen bestätigt. Ich sage es ohne Umschweife: Er (Mbappé, Anm.) hat gelogen. Ich glaube, das ist eine mit Real Madrid abgestimmte Strategie.“
Mbappé hatte öffentlich erklärt: „Die Information, dass das falsche Knie untersucht wurde, ist nicht korrekt. Mit Real Madrid hatten wir immer eine sehr klare Kommunikation.“
Zuvor hatte er aber andere Töne angeschlagen. So hatte er erklärt, dass er länger keine zufriedenstellende Diagnose hatte: „Die Diagnose wurde mir an einem bestimmten Tag mitgeteilt, den ich im Moment nicht nennen kann. Ich bin durch diese Phase nicht gerade optimal durchgekommen, ich war nicht gerade der glücklichste Spieler der Welt.“
„Real Madrid wurde gedemütigt“
Diverse Medien aus Spanien und den USA haben die ungenügende Untersuchung durch das Real-Personal mittlerweile bestätigt. Und auch Riolo ist sich sehr sicher.
„Ich bestätige die Geschichte zu 1000 Prozent.“ Der Journalist ist überzeugt, dass der Klub die Affäre rund eineinhalb Monaten unter Verschluss gehalten habe. „Real Madrid wurde gedemütigt. Und Mbappé wollte seinem Verein nicht schaden“, sagte er weiter.
Riolo hatte auch verkündet, dass es bei Madrid im Zuge der brisanten Geschichte zu Entlassungen gekommen sei. Nun warf er dem Klub eine „Strategie der Lügen“ vor.
Ebenfalls brisant: Laut der häufig gut informierten französischen Sportzeitung L’Équipe soll es nicht der erste derartige Vorfall im Klub gewesen sein. Auch bei Eduardo Camavinga habe es eine Verwechslung bei Untersuchungen gegeben.