Matthias Sammer hat einen Tag nach dem überraschenden Aus von Sportdirektor Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund auf die Entscheidung reagiert.
„Ich glaube, dass es richtig war, sich zu trennen. Beide Parteien waren nicht mehr so nah beieinander“, sagte der 58-Jährige im „Sammer & Basile – der Hagedorn-Talk“ auf Sky: „Sebastian sollte jetzt ein bisschen durchschnaufen. Er wird eine gute Position finden.“
Sammer, der seit April 2018 als Berater des Managements bei den Schwarz-Gelben fungiert, führte weiter aus: „In einem Konstrukt von einem großen Verein hast du immer mehrere Personen. Ich glaube – und das sage ich wirklich in respektvoller Art und Weise – da hat man sich ein bisschen aneinander abgearbeitet.“
BVB: Sammer findet Kehl-Entscheidung „richtig“
Insbesondere die zwischenmenschlichen Differenzen schienen bei Sammer in der Meinungsfindung eine Rolle gespielt zu haben: „Manchmal kommt die Zeit, in der es nicht mehr passt und Reibungspunkte entstehen. Es ist die richtige Entscheidung für alle Beteiligten. Der Verein hat die Möglichkeit, eine Veränderung zu tätigen.“
Am Montagmittag hatten die Dortmunder umgehend Kehls Nachfolger präsentiert: Nils-Ole Book kommt von der SV Elversberg und wird den langjährigen BVB-Kapitän und späteren Sportdirektor beerben.
Über den 40-Jährigen verliert Sammer durchweg positive Worte: „Dieses Prädikat der Teamfähigkeit und Persönlichkeiten neben der Expertise zu haben, war dem Klub sehr, sehr wichtig.“
Nachfolger Book? „Fantastisch“
Dabei stellt Sammer auch seine Rolle im Prozess des Transfers heraus: „Als ich das dann alles zusammengetragen habe, habe ich gesagt: Lars (Ricken, Anm. d. Red.), es ist eine fantastische Idee. Die ist nicht nur gut, die ist fantastisch. Sie ist mutig, sie ist eine Herausforderung, aber sie ist analytisch.“
Mit dem 40-Jährigen soll ein Externer das oftmals gescholtene Machtkonstrukt beim BVB aufweichen – und die Borussen in die Erfolgsspur führen.
Auf die bisherige Titellosigkeit Books angesprochen, reagierte Sammer mit einer klaren Ansage: „Dann bin ich mal mutig und sage, das wird er mit uns bald bekommen.“