Kritiker der bevorstehenden WM-Vergabe nach Saudi-Arabien haben am Dienstag vor dem Campus des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main protestiert. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und das Fanbündnis Fairness United machten ihrem Unmut am Eingang der DFB-Zentrale per Transparent (“NO TO SAUDI ARABIA 2034″) und mit gefüllten Sandsäcken in Fußball-Optik Luft.

„Der DFB stimmt für die WM in Saudi-Arabien, weil er ansonsten seine Isolation im Weltfußball fürchtet. Die Isolation in der geld- und machtgeilen Infantino-FIFA wäre jedoch eine Ehre für den deutschen Fußball“, sagte Michael Scheffler, Vorsitzender des AWO Bezirksverbandes Westliches Westfalen, in Richtung des DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf.

9e2fad0ba45e29efbca492f8316c35d4dfd7c6c5-ipad.jpg
9e2fad0ba45e29efbca492f8316c35d4dfd7c6c5-ipad.jpgProtestaktion gegen WM-Vergabe vor DFB-Campus

Infantino will WM-Vergabe klarmachen

Der Weltverband FIFA unter Präsident Gianni Infantino will die Endrunde 2034 bei einem Kongress am Mittwoch an Saudi-Arabien vergeben. Der DFB hatte zuletzt seine Zustimmung bekannt gegeben, obwohl der schwerreiche Wüstenstaat von Menschenrechtsorganisationen heftig kritisiert wird.