Die Amtszeit von Quique Setién beim FC Barcelona ist nur rund sieben Monate lang gewesen.
Jetzt hat der spanische Trainer mit seinem Ex-Klub abgerechnet. Er spricht dabei unter anderem über das angespannte Verhältnis zu Superstar Lionel Messi – und über ausstehende Gehaltszahlungen. (DATEN: Die Tabelle von La Liga)
„Barcelona schuldet mir immer noch Geld“, erklärte Setién im Interview mit Cadena SER. Eine erstaunliche Aussage, wenn man bedenkt, dass der 64-Jährige Barca bereits vor über zwei Jahren verließ. Und mittlerweile als Trainer des FC Villarreal tätig ist. Dort wurde er vor einigen Tagen Nachfolger des zu Aston Villa gewechselten Unai Emery.
Aber: Barca halte sich „strikt an den Zeitplan. Ich habe ihnen drei Jahre Zeit gegeben, mich zu bezahlen. Das tun sie auch.“
„Lohnt sich nicht, über Messi zu sprechen“
Setién hatte 25 Spiele mit Barca absolviert, im Schnitt holte er dabei 2,08 Punkte. Es war, auch bedingt durch die Pandemie, eine schwierige Zeit. Die Spanien-Ära von Lionel Messi neigte sich ihrem Ende zu, auch wenn das bei Setiéns Abschied noch nicht wirklich absehbar war. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan von La Liga)
„Es lohnt sich nicht, über Messi zu sprechen“, sagte der Coach beim Blick zurück. Er soll mit dem Superstar unter den Superstars nie auf einer Wellenlänge gewesen sein.
„Ich kann nicht sagen, ob er mich enttäuscht hat. Es gibt Dinge, die ich mochte, und andere, die ich nicht mochte, und damit hatte ich zu kämpfen“, führte Setién aus: „Wenn er dann auch noch in jedem Spiel drei Tore schießt, kann man nichts sagen. Es gibt immer Spieler, die schwieriger zu handhaben sind und bei denen man gewisse Abstriche machen muss.“
Er wolle Messi als die „ständige Attraktion“ in Erinnerung behalten, die er in La Liga war. (NEWS: Alle aktuellen Infos zu La Liga)
Setién hatte von Barca-Job geträumt
„Ich habe 14 Jahre lang die Spiele von Barca verfolgt und darauf gewartet“, meinte der Fußballlehrer weiter. Barca „war das Team, von dem ich immer geträumt habe, es zu trainieren.“ Der Wunschjob entpuppte sich jedoch als Problemzone: „Wenn man sieht, dass es Dinge gibt, die man nicht ändern kann, sollte man gehen.“
Diese Gedanken hatten ihn schon früh ereilt. Setién deutete an, schon rund einem Monat nach Amtsantritt ans Aufgeben gedacht zu haben. Letztlich dauerte seine Amtszeit nur sieben Monate.