Erst schoss er die Blues zum Champions-League-Sieg, dann machte er sie zum Klub-Weltmeister. Jetzt will Kai Havertz auch für das DFB-Team bei der Winter-WM in Katar zum X-Faktor avancieren!
„Unser Plan ist es, Weltmeister zu werden“, sagte der Offensivspieler des FC Chelsea erst kürzlich im Interview mit SPORT1 – und fügte selbstbewusst an, dabei „eine wichtige Rolle“ im Team von Hansi Flick spielen zu wollen.
Wenn sich an seinen derzeitigen Leistungen bis zum Turnierstart im November nichts ändert, steht diesem Ziel nichts im Wege. Flick hält große Stücke auf Havertz, kommuniziert viel mit ihm – wie auch im Training am Donnerstag, als er sich den Ex-Leverkusener zwei Minuten lang zur Seite nahm und rege mit ihm sprach.
Flick telefonierte wegen Havertz mit Tuchel
Doch wie soll Havertz‘ Rolle im Team von Flick konkret aussehen?
Der 22-Jährige überzeugt bei Chelsea derzeit als Mittelstürmer, erzielte in den vergangenen drei Partien vier Tore! Sein Spielstil hebt sich jedoch von dem des klassischen Neuners ab.
Ähnlich wie Karim Benzema (Real Madrid/Frankreich) oder Roberto Firmino (FC Liverpool/Brasilien) lässt sich Havertz häufig auch auf die Zehn oder auf den Flügel zurückfallen, um seiner Mannschaft mit seiner Kreativität und Leichtfüßigkeit zu helfen.
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nCAPTION: Nico Schlotterbeck in Startelf vs. Israel – Flick verrät Aufstellungsgeheimnisse
nDESCRIPTION: Bundestrainer Hansi Flick und Ilkay Gündogan stehen den Journalisten Rede und Antwort vor dem Länderspiel gegen Israel. Nico Schlotterbeck kann sich seinem Platz in der Startelf sicher sein.
„Kai kann vorne im Prinzip mehrere Positionen ausfüllen. Das ist gut für unser flexibles System“, sagte Flick bereits im Vorfeld der Länderspielpause bei einer Medienrunde und berichtete von einem Telefonat mit Chelsea-Coach Thomas Tuchel: „Er hat mir gesagt, dass er Kai auf der Position ganz vorne sieht. Er macht das wirklich gut.“
Werner der Leidtragende – auch im DFB-Team?
Schlechte Nachrichten für den bulligen Belgier Romelu Lukaku – und auch Havertz‘ DFB-Kumpel Timo Werner, der sich angesichts seiner sinkenden Einsatzzeiten nach SPORT1-Informationen mit einem Sommer-Abschied aus London beschäftigt. (Diese Havertz-Millionen fehlen noch)
Flick wird Werner zwar nicht fallen lassen und ihm im ersten Testspiel des Jahres gegen Israel (Samstag ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) auch höchstwahrscheinlich von Anfang an bringen, die Neuner-Lösung Havertz findet der 57-Jährige aber sehr interessant.
Ein Grund dafür ist neben der riesigen Auswahl an offensiven Mittelfeldspielern die Robustheit, die sich der 2020 an die Stamford Bridge gewechselte Havertz mittlerweile im Zweikampf angeeignet hat. Flick: „Man sieht, dass Kai auch etwas körperbetonter in die Zweikämpfe geht. Da hat er eine sehr gute Entwicklung gemacht, was uns sehr freut.“
Auch Offensivkollege Müller hat Havertz‘ jüngste Auftritte bei Chelsea verfolgt. Sich in der Premier League so durchzusetzen, sei bemerkenswert, sagte der Routinier des FC Bayern unter der Woche auf einer Pressekonferenz.
Müllers Fazit: „Kai kannst du vorne fast überall hinstellen und immer die Hoffnung haben, dass er ein super Spiel macht!“