Nicholas „Nicky“ Butt wurde 2003 im Spiel seiner Mannschaft Manchester United beim Stand von 1:0 ausgewechselt. Für ihn kam ein junger Portugiese namens Cristiano Ronaldo auf das Feld. Es sollte der Anfang einer Welt Karriere sein.
18 Jahre später spielt Ronaldo wieder für Manchester United und ist einer der besten Fußballer aller Zeiten. Wie sein damaliger Mitspieler jetzt verrät, kommt der Erfolg Ronaldos nicht etwa von Glück oder Talent, sondern von harter Arbeit, die fast schon obsessive Züge annahm.
Butt: Totale Hingabe bei Ronaldo
„Bei Cristiano war es totale Hingabe, totale Hingabe und totale harte Arbeit. Er hatte keinen von Gott gegebenen Körperbau, er arbeitete hart, um ihn zu erreichen. Er kam tatsächlich als dünnes, dürres, kleines Kind zu uns und arbeitete über Jahre hinweg hart, um diese physische Stärke zu erlangen“, erzählt Butt im neuen Buch „Viva Ronaldo“, aus dem die Sun zitiert.
Diese harte Arbeit fiel zulasten des Privatlebens des jungen Ronaldo. „Er hatte damals nie eine Freundin oder schien an solchen Ablenkungen interessiert zu sein, er hatte nie eine Frau und Kinder, er lebte allein.“
Ferguson musste Ronaldo bremsen
Auch ihr damaliger Trainer und Ronaldos Ziehvater Sir Alex Ferguson sah die Hingabe und die harte Arbeit Ronaldos. Doch ab und an kam es dazu, dass Ferguson Ronaldo vor sich und seinem Eifer selbst schützen musste.
„Er war der Letzte, der den Trainingsplatz verließ“, erzählte Butt. „Wir saßen oft in der Kantine zu Mittagessen zusammen und man konnte die Stimme von Sir Alex hören, der um zwei oder drei Uhr nachmittags über den Trainingsplatz brüllte und Cristiano anschrie, dass es Zeit sei, vom Platz zu gehen: ‚Wir haben ein Spiel in zwei Tagen – es reicht jetzt‘!“
Bis heute hat sich Ronaldos besondere Hingabe nicht geändert. Noch immer achtet er sehr genau darauf, was er mit seinem Körper macht. In Sachen Schlaf und Ernährung überlässt er nicht dem Zufall. Durch seine Präsenz bringt er auch seine Mitspieler dazu, ihre Essgewohnheiten zu überdenken.