George Russell hat die Pole Position der Formel 1 in Kanada erobert und steuert auf ein perfektes Wochenende zu.

Der Engländer entschied das Mercedes-Duell mit WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli für sich, um 68 Tausendstelsekunden verwies er den Italiener auf Rang zwei. Dritter wurde Weltmeister Lando Norris im McLaren vor seinem Teamkollegen Oscar Piastri.

Lange Zeit sah es im Qualifying danach aus als könnten die anderen Teams die Dominanz von Mercedes durchbrechen – auch nach der überraschenden Bestzeit von Isack Hadjar (Red Bull) in Q2. Erst in der letzten Minute des dritten Durchgangs setzten sich zunächst Antonelli und dann Russell an die Spitze.

Regen? Mercedes verändert Auto vor dem Rennen

„Wir haben einige Änderungen vorgenommen und müssen nun prüfen, ob das der richtige Weg war“, offenbarte Russell im Anschluss mit Blick auf den möglichen Regen im Rennen und meinte: „Diese letzte Runde kam wie aus dem Nichts. Kimi war konkurrenzfähiger als ich, und wir hatten keinen so deutlichen Vorsprung vor den anderen wie gestern.“

Im Rennen am Sonntag (22.00 Uhr im LIVETICKER) peilt Russell nun seinen ersten Grand-Prix-Sieg seit dem Saisonauftakt Anfang März in Melbourne an. Zuletzt hatte Antonelli dreimal in Folge das Hauptrennen gewonnen, in Montréal zeigte sich Russell aber von Beginn an wehrhaft: Am Freitag holte er bereits die Pole Position für den Sprint und gewann am Samstag dann das Kurzrennen.

In diesem kam es bei zwei Manövern von Antonelli beinahe zum Zusammenstoß der beiden Mercedes-Boliden, Antonelli schimpfte am Funk, Teamchef Toto Wolff sprach ein Machtwort, um die Diskussionen zu beenden.

Das Duell um die WM scheint am fünften Rennwochenende der Saison intensiver zu werden, Antonelli geht am Sonntag mit 18 Punkten Vorsprung an den Start.

Hülkenberg darf auf die ersten Punkte hoffen

Auf Startplatz fünf wird Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari stehen, gefolgt von Max Verstappen im Red Bull. Nico Hülkenberg wurde im Audi erneut Elfter – wie schon im Sprint-Qualifying und überhaupt schon häufiger in diesem Jahr. Damit bieten sich dem Emmericher wieder Chancen auf seine ersten Punkte im deutschen Werksteam.

In Bezug auf die Startnummer elf von Cadillac-Pilot Sergio Pérez und seine Positionierung vor dem Rennen scherzte Hülkenberg bei Sky: „Ich glaube, ich muss mit Checo reden. Ich brauche seine Nummer.“

Dennoch betonte er: „Am Ende bin ich zufrieden. Die Runden waren sauber. Ich meine, drei Hundertstel sind immer irgendwo drin. Aber es war ein Kampf. Es war letzte Rille“

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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