Da musste jemand seinen Frust ablassen! Uwe Rösler war bereits kurz nach der 0:1 (0:1)-Niederlage beim Zweitliga-Auftakt vor heimischer Kulisse gegen Hertha BSC sehr verärgert, weil es nur zwei Minuten Nachspielzeit gegeben hatte. Der Trainer des VfL Bochum teilte dem Schiedsrichtergespann deswegen seinen Unmut mit – aber auch Sky-Reporter Dirk große Schlarmann bekam etwas ab.

Als Rösler zu ihm zum Interview ging, leitete der Journalist seine erste Frage damit ein, dass die Hertha nicht unverdient gewonnen habe. Das konnte der VfL-Coach nicht so stehen lassen und blaffte: „Dann musst du ein anderes Spiel gesehen haben. Wenn du sagst, Herthas 1:0 ist verdient, dann warst du nicht bei dem Spiel.“

Bochums Trainer Uwe Rösler war nach der Niederlage gegen Hertha BSC sauer
Bochums Trainer Uwe Rösler war nach der Niederlage gegen Hertha BSC sauer Bochums Trainer Uwe Rösler war nach der Niederlage gegen Hertha BSC sauer © IMAGO/Maximilian Koch

Schlagabtausch mit TV-Reporter

Große Schlarmann begründete nochmals seine Einschätzung, doch Rösler entgegnete: „Wie viele Chancen haben sie sich in den ersten 55. Minuten herausgespielt?“

Der Sky-Reporter antworte „anderthalb“, woraufhin Bochums Trainer erneut fragte: „Sehr gut und wie viele haben wir uns innerhalb von 90 Minuten erarbeitet?“

Große Schlarmann schätzte „zweieinhalb“, doch Rösler sagte deutlich: „Sechs… Sechs… Du warst nicht beim Spiel, beim nächsten Mal musst du kommen.“

Bochum-Trainer lässt Frust freien Lauf

Im Anschluss wurde der 57-Jährige auf die geringe Nachspielzeit angesprochen und er erklärte seine Aufregung nach Spielende: „Zwei Minuten, ich weiß nicht… Es lagen vier Spieler von Hertha auf dem Boden, Minimum. Das sind ja schon zwei Minuten. So schnell kannst du sie ja gar nicht immer raustragen, von daher glaube ich, zwei Minuten waren viel zu kurz.“

Mit dem 0:1 verlor der VfL erneut ein Auftaktspiel zu Beginn einer neuen Saison und als große Schlarmann dieses Thema aufmachte, unterbrach ihn Rösler und sagte trocken: „Ich muss ganz ehrlich sagen, für mich schon wieder? Das war mein erster Auftakt.“

Abschließend ging der Sportreporter darauf ein, dass zuletzt einige Bochum-Spieler krank gewesen seien, doch Rösler erklärte: „Karol Mets war nicht krank. Er ist spät zu uns gekommen, das ist immer ein Nachteil. Dann hat er sich nach dem ersten Spiel leicht verletzt und konnte wieder nicht trainieren könnte. Er hat im Prinzip keine Vorbereitung gehabt.“

Den emotionalen Auftritt am Mikrofon nahm der Reporter dem Bochumer Trainer nicht übel. Man kenne sich schon länger, daher sei alles gut, erklärte große Schlarmann zum Abschluss der Übertragung.