Trainer Miroslav Klose vom 1. FC Nürnberg sieht bei seinem Torjäger Mohamed Ali Zoma keine Gefahr, dass dieser wegen des aktuellen Trubels abheben könnte. „Ich hätte fast gesagt, so entspannt wie ich“, antwortete der Weltmeister von 2014 auf die Frage, wie Zoma auf den Hype nach seinen drei Toren gegen Dresden (3:0) reagiert habe.
„Man hat es ihm gar nicht angemerkt, er war wie immer total bodenständig, total normal. Er hat richtig gut trainiert. Man sieht, er kann den Schwung mitnehmen und das wollen wir so lange wie möglich aufrecht erhalten“, ergänzte Klose vor dem 277. Frankenderby am Samstag (13.00 Uhr/Sky) bei der SpVgg Greuther Fürth.
Zoma startet in Nürnberg durch
Der 22 Jahre alte Angreifer des Club hat längst das Interesse anderer Klubs geweckt. Doch der 1. FCN will sein Juwel, das noch bis 2029 unter Vertrag steht, unbedingt halten. Sportvorstand Joti Chatzialexiou betonte zuletzt, er werde „gar nicht ins Grübeln kommen, ich will den Spieler halten“.
Zoma habe momentan „einen sehr, sehr guten Lauf. Er spielt sehr konstant Fußball“, lobte Klose am Donnerstag, stellte aber auch klar: „Aber das funktioniert nur, wenn er die Mitspieler drumherum hat, die ihn dementsprechend in Szene setzen. Ich habe noch nie gesehen, dass einer alleine ein Derby entscheidet.“
Gegen das Kleeblatt, dass mit einem 1:1 bei Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli in die Saison gestartet war, erwartet Klose „ein deutlich ausgeglichenes Spiel, wo viele Kleinigkeiten entscheiden werden. Ein Derby hat sowieso eigene Gesetze.“ Fürth habe aber unter Trainer Heiko Vogel inzwischen „ein ganz anderes Gesicht, eine andere Mentalität, eine andere Einstellungen zum Spiel“.
Der Club ist letztmals 2017 mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Doch selbst wenn dies gelingen sollte: Rückschlüsse für den Saisonverlauf erwartet Klose „so grob nach fünf bis sieben Spielen. Da sieht man, wer sich wo einpendelt und wie die Mannschaften drauf sind.“