Der FC St. Pauli schließt die Hinrunde zwar ungeschlagen ab, verpasst jedoch die Herbstmeisterschaft. Die Kiezkicker kassierten am 17. Spieltag gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden den späten Ausgleich zum 1:1-Remis und beenden das Jahr 2023 zwei Zähler hinter Holstein Kiel auf Platz zwei.
„Wir haben uns heute wieder viel vorgenommen, wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen“, erklärte St. Paulis Torschütze Marcel Hartel bei Sky. „Wir wollten zum Jahresabschluss noch mal drei Punkte einfahren und Herbstmeister werden. Das ist uns heute leider nicht gelungen.“ Trainer Fabian Hürzeler haderte: „Wir versuchen es, in der Rückrunde besser zu machen.“
Außerdem siegte Eintracht Braunschweig mit 2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern, der seine sechste Liga-Pleite in Folge kassierte. Der Karlsruher SC gewann mit 3:2 gegen Aufsteiger SV Elversberg.
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Von Beginn war St. Pauli Herr im eigenen Haus und drängte auf den Führungstreffer, ließ aber jede Menge erstklassiger Möglichkeiten liegen. Elias Saad (14.), Hartel (18.) und erneut Saad (23.) hatten jeweils die Führung auf dem Fuß, aber auch ihr Visier falsch eingestellt.
Die Hamburger hatten im ersten Durchgang alles im Griff, belohnten sich aber nicht für ihren überlegenen Auftritt. Die Gäste, die vornehmlich mit Defensivarbeit beschäftigt waren, konnten dagegen offensiv überhaupt keine Akzente setzen.
Zwei Minuten nach der Pause klingelte es dann jedoch im Kasten von Wehen Wiesbaden. Nach einem Fehlpass der Gäste ging es schnell über die rechte Seite, ehe Johannes Eggestein den Ball zu Hartel zurücklegte, der zum 1:0 traf.
Auch im Anschluss war St. Pauli haushoch überlegen, schaffte es aber nicht, den Sack zuzumachen. Jackson Irvine (54.), Hartel (58.) und erneut Irvine nach einer Traumkombination mit Eggestein (64.) fanden ihren Meister in Keeper Florian Stritzel.
So kam es, wie es kommen musste: In der 84. Minute kombinierten sich die Gäste über die rechte Seite sehenswert nach vorne, ehe Florian Carstens für John Iredale durchsteckte, Nikola Vasilj im kurzen Eck zum 1:1-Endstand überwinden konnte. Drei Minuten zuvor bereits hatte Iredale nur die Latte getroffen.
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Kaiserslautern ging in der 14. Minute nach einer Standardsituation in Führung. Nach einem Freistoß von der rechten Seite war es Robin Krauße, der den Ball ins eigene Tor abfälschte.
Von den Hausherren kam in der Offensive herzlich wenig, einzig der schnelle Rayan Philippe machte ab und an Betrieb – wie in der 20. Minute, als der französische Stürmer an Torhüter Julian Krahl scheiterte.
Philippe war es dann auch, der in der 36. Minute für den Ausgleich sorgte. Herrlich bedient von Florian Krüger, lief der Angreifer von der Mittellinie allein auf Krahl zu und versenkte den Ball eiskalt zum 1:1.
Der Siegtreffer für Braunschweig ging auf das Konto von Johan Gomez, der links im Strafraum nicht angegriffen wurde und Krahl in der 62. Minute mit einem wuchtigen Schuss aus spitzem Winkel überwinden konnte.
Der erste Treffer des Tages fiel in Karlsruhe. In der 6. Minute ließ Gästetorhüter Nicolas Kristof einen Abschluss von Leon Jensen nur nach vorne abklatschen, wo Dzenis Burnic zur Stelle war und wuchtig zum 1:0 abschloss.
Nur zwei Minuten später machte es Kristof besser und hielt einen Schuss von Lars Stindl sicher fest, doch der KSC war nicht zu bremsen und erhöhte in der 17. Minute. Philip Heise passte flach ins Zentrum, wo Budu Zivzivadze den Ball annahm, sich um die eigene Achse drehte und per Flachschuss das 2:0 besorgte.
Nun war auch Elversberg aufgewacht und suchte sein Heil in der Offensive. Nach einer halben Stunde wurden die Bemühungen der Gäste mit dem Anschlusstreffer belohnt. Keeper Patrick Drewes konnte mit Mühe und Not einen Kopfball von Luca Schnellbacher von der Linie kratzen, ehe Paul Wanner beim Nachschuss leichtes Spiel hatte.
Pech hatten die Gäste zwei Minuten nach der Pause, als Schnellbacher den Ball artistisch an die Latte setzte. Besser machte es der KSC in der 53. Minute, als Kristof zunächst einen Abschluss von Zivzivadze parieren konnte, aber beim Abstauber von Igor Matanovic machtlos war.
Drei Minuten später ließ Schnellbacher den nächsten Hochkaräter für die Gäste liegen, ehe Matanovic in der 59. Minute per Kopf nur die Latte traf. In der 63. Minute waren wieder die Gäste dran und erzielten ihren zweiten Treffer, als sich Paul Nebel den Ball abnehmen ließ und Schnellbacher aus 18 Metern erfolgreich war.
Mächtig Glück hatte der KSC nach 66 Minuten, als Wanner mit einem Heber nur den Pfosten traf. In der Folgezeit beruhigte sich die Szenerie, so dass die Hausherren den Sieg über die Zeit schaukeln konnten.