Ekstase am Millerntor, der FC St. Pauli ballert sich an die Spitze! Das Topspiel der 2. Bundesliga entscheidet der Kiez-Klub mit 5:1 (1:1) gegen den 1. FC Nürnberg für sich. Die Mannschaft von Fabian Hürzeler bleibt auch nach neun Spieltagen ungeschlagen und untermauert damit die Aufstiegsambitionen.
Die ausgelassene Stimmung der Heimmannschaft war kaum zu überhören, „Spitzenreiter“ hallte es nach Schlusspfiff ein ums andere Mal von der Tribüne. Vom Aufstieg in die Bundesliga wollte Hürzeler nichts wissen.
Hürzeler über Aufstiegsgedanken: „Wenn sie es rufen, verbiete ich es ihnen“
Der Cheftrainer wurde bei SPORT1 auf die Fangesänge angesprochen: „Ich hoffe nicht, dass sie es rufen und wenn sie es rufen, dann verbiete ich es ihnen! St. Pauli ist ein Arbeiterverein. Wir sind immer noch St. Pauli, wir definieren uns über das Team und harte Arbeit.“
Elias Saad sorgte mit seinem Führungstreffer (4.) für den ersten Höhepunkt der Partie. Kanji Okunuki brachte die Gäste zurück ins Spiel (24.) und stellte den 1:1 Pausenstand her. Ein alles überragender Johannes Eggestein stach bei einer starken Mannschaftsleistung als Doppeltorschütze (49., 56.) heraus und stellte die Nürnberger Abwehr immer wieder vor Probleme.
Ein bestens gelaunter Fabian Hürzeler hatte ein Sonderlob für Eggestein übrig. Im SPORT1-Interview hob er die Einstellung des 25-Jährigen hervor: „Johannes Eggestein ist ein Prototyp für Professionalität und Bereitschaft im Training.“
Wie Eggestein sich in den Fokus seines Trainers gespielt habe? „Es war so, dass ich irgendwann nicht mehr weggucken konnte. Mich freut es sehr für ihn, dass er es so auf dem Platz umsetzen konnte“, so Hürzeler.
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St. Pauli dreht in der Schlussphase nochmal auf
Mit zunehmender Spieldauer nahm die Mannschaft von Fabian Hürzeler Tempo aus der Partie und ließ die Gäste im zweiten Durchgang weitestgehend das Spiel bestimmen. Nürnberg kam zu einer Reihe an Torchancen, Lukas Schleimer (70.) scheiterte an der Querlatte. Schlussendlich fehlte aber die Entschlossenheit um nochmal zurückzukommen.
In der 80. Minute war für Matchwinner Eggestein Feierabend, er durfte sich von den heimischen Fans feiern lassen. Für ihn kam Andreas Albers in die Partie, der das Schaulaufen an die Tabellenspitze mit seinen Teamkollegen sichtlich genoss.
Eggestein war nach dem Spiel hochzufrieden, am SPORT1-Mikrofon vermeldete er: „Ich kann es noch gar nicht so richtig beschreiben. Es ist überragend und fühlt sich richtig gut an. Ich kann zufrieden sein, die Pause haben wir uns verdient. Wir genießen jetzt erstmal die vier Siege.“ Er ließ es sich nicht nehmen seinen Coach hervorzuheben, „Er hat einen richtig guten Plan und diesen in kürzester Zeit vermittelt.“
Doch es kam noch besser! Der eingewechselte Etienne Amenyido verzückte mit seinem Traumtor (90. +3) Cheftrainer Hürzeler. In der letzten Minute der Nachspielzeit sorgte Connor Metcalfe, nach sensationeller Vorlage von Amenyido, für den endgültigen K.o. (90. +5).
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St. Pauli zeigte sich vor 29.546 Zuschauern spielfreudig, widerstandsfähig und spielte wie eine Spitzenmannschaft. Was Hürzeler am besten gefiel? „Defensive Stabilität und den Mut, trotz des Gegentores, weiter hinten rauszuspielen. Fehler passieren, wir sollten sie natürlich minimieren und wir werden daran arbeiten.“
Der FCN hingegen, bleibt hinter den Erwartungen zurück und rangiert mit zwölf Punkten im Tabellenmittelfeld.
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mit Sport-Informations-Dienst (SID)