Und wieder kein Dreier:

Der TSV 1860 München muss auch nach dem vierten Spieltag in der Zweiten Liga weiter auf den ersten Saisonsieg warten. (Highlights ab 19 Uhr im TV auf SPORT1 in Hattrick – Die 2. Bundesliga)

Die „Löwen“ kamen gegen Aufsteiger SV Darmstadt 98 nicht über glückliches 1:1 (0:1) hinaus.

Während die weiter ungeschlagen Lilien nun punktgleich hinter dem neuen Spitzenreiter VfL Bochum rangieren, dürften die Zeiten für Ricardo Moniz immer ungemütlicher werden.

Schwere Zeiten für Moniz

Die Frage, ob der Niederländer beim selbsternannten Aufstiegsaspiranten dank des Remis erst einmal im Traineramt bleibe, verstand Sportchef Gerhard Poschner nach eigener Aussage nicht: „Diese Spekulationen, dass Moniz wackelt, sind aus der Luft gegriffen“, sagte er bei SPORT1. „Wir machen die Entscheidung darüber nicht von einem Spiel abhängig.“

Bei „Sky“ fügte Poschner an: „Das Standing des Trainers ist nach wie vor unverändert.“

Inwieweit Moniz damit tatsächlich die Rückendeckung des Vereins genießt, wollte er indes nicht präzisieren. Nach SPORT1-Informationen ist der Niederländer klubintern zumindest nicht unumstritten.

1860 lange Zeit planlos

Vor 19.300 Zuschauern in der Allianz Arena und den Augen von US-Nationalcoach Jürgen Klinsmann geriet 1860 durch einen Treffer von Dominik Stroh-Engel in Rückstand (31.).

Nach dem nächsten Streich des Drittliga-Torschützenkönigs, der nun schon vier Saisontore auf dem Konto und damit zwei Drittel als 98-Treffer erzielt hat, bewahrte Rubin Okotie die Löwen mit seinem ebenfalls schon vierten Saisontreffer vor der dritten Pleite (54.).

Dennoch sind die Münchner nach dem schlechtesten Saisonstart der Zweitliga-Historie Drittletzter.

Stark bleibt zweimal hängen

Nach dem Rückstand rannte das Moniz-Team lange planlos gegen die starke Defensive der Gäste an.

Der Aufsteiger vergab zudem noch weitere Top-Gelegenheiten auf den Sieg.

Gegen diszipliniert verteidigende Gäste hatten die „Löwen“ immerhin die erste Torchance: Yannick Stark scheiterte jedoch gleich doppelt an der vielbeinigen Abwehr (6.) der Lilien.

Das sollte für lange Zeit die letzte Münchner Chance bleiben.

Stroh-Engel trifft erneut

Darmstadt agierte fortan immer wieder mit langen Bällen auf Stroh-Engel und die Außenspieler.

Jerome Gondorf prüfte Münchens Schlussmann Stefan Ortega mit einem Distanzschuss (26.).

Fünf Minuten später zappelte der Ball dann doch im Netz der Sechziger:

Die Defensive ließ Marcel Heller ohne Gegenwehr passieren, der mit seinem Rückpass den bestens postierten Stroh-Engel fand.

Ausgleich aus dem Nichts

Darmstadt wirkte auch zu Beginn des zweiten Durchgangs wacher – das Tor fiel indes auf der anderen Seite.

Starks Versuch wurde noch geblockt, im Nachsetzen schoss dann Okotie souverän ein.

Die Partie nahm in der Folge deutlich an Fahrt auf.

Wood scheiterte freistehend an Mathenia (58.). Auf der Gegenseite wiederum ließen Stroh-Engel (60.), Gondorf (68.) und Behrens (69.) beste Möglichkeiten aus.

Wittek klärt auf der Linie

Einen Gorka-Kopfball klärte Wittek auf der Linie (75.).

Während bei Darmstadt Heller und Stroh-Engel herausragten, hinterließen bei 1860 Leonardo und Okotie den besten Eindruck.